Auf der Autobahn A2 bei Muttenz BL, im Bereich der Verzweigung Hagnau BL in Fahrtrichtung Bern/Luzern, unter der Fussgänger-Verbindungsbrücke zwischen Muttenz und Birsfelden BL auf der Höhe der Einfahrt der Kantonalen Autobahn H18, geriet am Dienstag Nachmittag gegen 15.53 Uhr ein Sattelschlepper in Brand. Das Fahrzeug mit luxemburgischen Kontrollschildern hatte 9,5 Tonnen Pferdefleisch geladen. Verletzt wurde niemand.

Nach einem Knall im Motorenbereich konnte der Chauffeur das Fahrzeug noch auf den Pannenstreifen lenken, wo der Sattelschlepper rasch im Vollbrand stand und in der Folge komplett ausbrannte. Die Flammen waren anfangs mehrere Meter hoch, verbunden mit einer massiven, weitherum sichtbaren Rauchentwicklung.

Gaffende Zuschauer mit Kindern

Durch die hohen Flammen wurde auch die direkt über dem Schadenplatz liegende Fussgängerbrücke in Mitleidenschaft gezogen; deren Statik wird nun untersucht. Auf der Brücke (mitten im Rauch) befanden sich während des Brandes gaffende, unvernünftige Fussgänger, zum Teil mit Kindern.

Der 51-jährige Chauffeur blieb unverletzt, kam mit dem Schrecken davon und brachte sich nach vergeblichen Löschversuchen in Sicherheit. Die angerückten Feuerwehren von Muttenz und Basel hatten den Brand rasch unter Kontrolle und schon gegen 16.20 Uhr soweit gelöscht respektive unter Kontrolle.

Technische Ursachen

Die Brandursache steht noch nicht fest, gemäss ersten Erkenntnissen steht eine technische Ursache im Vordergrund. Weitere entsprechende Abklärungen durch den Kriminaltechnischen Dienst der Polizei Basel-Landschaft werden noch getätigt.

Der Sattelschlepper inklusive Ladung wurde durch den Brand komplett zerstört. Der insgesamt entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht abschliessend beziffern, beläuft sich aber sicher auf einen sechsstelligen Betrag.

Autobahn gesperrt

Für die Dauer der Lösch-, Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Autobahn A2 stadtauswärts (in Fahrtrichtung Bern/Luzern) zunächst für rund 40 Minuten komplett gesperrt werden, ab 16.35 Uhr stand einer von drei Fahrstreifen wieder zur Verfügung. Diese Teilsperrung dürfte noch mindestens bis 19.30 Uhr anhalten.

Die Konsequenz war ein veritables Verkehrschaos, primär stadtauswärts und auf sämtlichen Verkehrsachsen. Die Staus erstreck(t)en sich auf eine Länge von gut zehn Kilometern und reichten zurück bis in die Stadtmitte von Basel sowie die Landesgrenzen zu Frankreich und Deutschland. Auch in der Gegenrichtung kam es zu einem langen Stau, dies einerseits wegen der Sperrung einer Spur (aus Sicherheitsgründen) und andererseits wegen Gaffern. Dieser Stau erstreckte sich auf rund fünf Kilometer, das Stauende lag auf der Höhe des Anschlusses Pratteln BL.

Im Einsatz standen mehrere Dutzend Einsatzkräfte der Stützpunkt-Feuerwehr Muttenz BL, der Berufsfeuerwehr Basel, der Sanität Basel, der Polizei Basel-Landschaft sowie der Nationalstrassen Nordwestschweiz AG.