Persönlich
Bitte eine Vignette für die Steuer

Vergangenen Herbst ist es mir wieder passiert. Anstatt die definitive Steuerrechnung 2019 zu begleichen, habe ich irrtümlich einen satten Betrag für 2020 vorausbezahlt.

Bojan Stula
Bojan Stula
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Symbolbild mit Steuererklärung von Baselland, Jahr 2020.

Symbolbild mit Steuererklärung von Baselland, Jahr 2020.

Bild: Benjamin Wieland

Leider deckt der Guthabenzins für die Vorauszahlung bloss einen Bruchteil des Strafzinses für die Nachsteuer. Wobei jene seltenen Lebewesen, die Durchblick im Baselbieter Steuerdschungel besitzen, zurecht einwenden mögen, dass ich unmöglich Zins gutgeschrieben erhalte, da die 2020er-Steuern bereits im letzten Herbst fällig wurden, obschon ich die definitive Steuerrechnung noch gar nicht erhalten habe.

Höllenhunde! Nichts bringt mich schneller in den tiefroten Drehbereich als das Puff mit den Steuern. Gestern kam wieder so ein Couvert vom Finanzdirektor. Inhalt: die definitive Steuerrechnung 2019, die provisorische 2020 und die Vorauszahlung für 2021. Einziges Unterscheidungsmerkmal auf den gefühlt 20 Einzahlungsscheinen: die kleine Jahreszahl im Adressfeld.

Es reicht! Als unbescholtener Bürger habe ich Anrecht auf eine Steuererklärung und eine Steuerrechnung im Jahr; eine einzige. Nur sind schon Klügere vor mir gescheitert, das Baselbieter Steuersystem zu vereinfachen. Darum ein Vorschlag zur Güte: Gebt doch wenigstens jedem Steuerjahr eine eigene Farbe, so wie bei den Autobahnvignetten. Dann kapiere selbst ich Dumpfbacke: Aha, dieses Jahr kommt es auf die lila Rechnungen an. Hilft garantiert. Oder haben Sie je die falsche Vignette von der Windschutzscheibe abgekratzt?