Region Basel
Noch bleibt grosses Fischsterben aus – doch Situation verschlimmert sich täglich

Bisher sind erst wenige Fische den hohen Temperaturen zum Opfer gefallen – doch das könnte sich bald ändern.

Mirjam Kohler
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Fischsterben in der Region Basel: Einige Fische trotzen der Hitze
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Wegen den gestressten Fischen: Im Sommer wurde zum Badeverzicht in der Birs aufgerufen.
Extrem niedriger Wasserstand während den Sommermonaten...
Eine tote Bachforelle an der Wiesenmündung...
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Ein toter Fisch an der Wiesenmündung...

Fischsterben in der Region Basel: Einige Fische trotzen der Hitze

Kenneth Nars

Trotz den immer stärker steigenden Wassertemperaturen bleibt in der Region das grosse Fischsterben bisher aus. Zwar werden sowohl im Kanton Basel-Stadt als auch in Baselland tote Fische gefunden – dabei handelt es sich aber jeweils um Einzelfälle. Vielen Fischen ist es gelungen, kühlere Stellen im Rhein zu finden oder in der Birs flussaufwärts zu wandern. Dort finden sie bessere Lebensbedingungen vor. Aus dem Schneider sind sie deswegen aber noch nicht. Die anhaltend hohen Temperaturen und das Austrocknen der Gewässer verschlimmern die Situation täglich.

Die wichtigsten Fragen

Was kann ich persönlich zum Fischschutz beitragen?

Zur Zeit benötigen die Fische möglichst Ruhe in den Pools, in denen sie sich aufgrund des Wassermangels dicht gedrängt aufhalten. Halten Sie sich an Weisungen und Verbote diesbezüglich. Mit Letzterem schonen Sie auch Ihr Portemonnaie, denn wer sich nicht daran hält, bezahlt eine Busse von 100 Franken.

Darf jetzt mein Hund auch nicht mehr ins Wasser?

Nein, das Verbot gilt für alle, auch für Hunde.

Wie lange gilt das Badeverbot auf dem Wiese-Abschnitt von der Freiburgerstrasse bis zur Wehr?

Bis die Behörden es offiziell wieder aufheben.

Ich habe tote Fische gefunden, was soll ich tun?

Informieren Sie umgehend die Fischereifachstelle Baselland (061 552 56 59) beziehungsweise das Amt für Energie und Umwelt Basel-Stadt (061 639 22 22) über Ihren Fund.

Wie Matthias Nabholz, Leiter des Amts für Umwelt und Energie (AUE) des Kantons Basel-Stadt, gegenüber «Telebasel» sagte, könnten heute die ersten Fische im Rhein sterben. Es zeigt sich, dass die Bevölkerung den Fischen bisher wenig behilflich ist: Vergangene Woche haben die Fischereibehörden beider Kantone zu einem Badeverzicht an Wiese und Birs aufgerufen.

Weil die gewünschte Wirkung des Appells ausblieb, wurde am Dienstag auf dem Wiese-Abschnitt von der Freiburgerstrasse bis zum Wehr Schliesse ein absolutes Bade- und Betretverbot erlassen. Eine baldige Entspannung der Situation verspricht der Blick auf die Wetterprognosen nicht. Um grössere Gewässer wie den Rhein wirklich abzukühlen, müsste es über Wochen kälter werden.

Aus Fischsterben 2003 gelernt

Dass zur Zeit in der Region nicht so viele Fische verenden wie anderswo, ist aber auch dem Umstand zu verdanken, dass aus dem grossen Fischsterben im Rekordsommer 2003 gelernt wurde. So werden beispielsweise die genetisch angepassten lokalen Fischarten gefördert und Schongebiete für die Fische geschaffen. Die Entwicklung gefährdeter Arten wie dem Lachs oder der Äsche werden laufend überwacht. Mindestens 50'000 Äschen verendeten laut einer Studie des Bundesamts für Umwelt 2003 im Rhein.