Spital Laufen
Laufentaler fordern 24-Stunden-Notfallstation

Das Laufental tanzte bei der Abstimmung zur Bruderholzspital-Initiative aus der Reihe. Nun fordert der Laufner CVP-Landrat Marc Scherrer, die geplante Tages-Permanence-Notfallstation im Spital Laufen durch eine 24-Stunden-Notfallaufnahme zu ersetzen.

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Am Spital Laufen soll es eine Tages-Permanence-Notfallstation geben. Das passt einigen Laufentaler Politikern nicht.

Am Spital Laufen soll es eine Tages-Permanence-Notfallstation geben. Das passt einigen Laufentaler Politikern nicht.

Juri Junkov

So klar die Baselbieter Stimmbevölkerung am 21. Mai mit 67,2 Prozent Nein-Stimmen auch der Bruderholzspital-Initiative eine Abfuhr erteilte: Ein Bezirk tanzte aus der Reihe. Das Laufental nahm die Initiative mit 57,2 Prozent an, um das Spital Laufen zu sichern. Bereits direkt danach kündigten mehrere Laufentaler Politiker an, weiter zu kämpfen, notfalls bis vors Bundesgericht.

Doch zuerst kommt der politische Weg: Der Laufner CVP-Landrat Marc Scherrer reicht morgen Donnerstag eine Interpellation ein. Darin fordert er: Gesundheitsdirektor Thomas Weber solle sich mit einer Laufentaler Delegation zu Verhandlungen treffen.

Das von der Spitalgruppe beider Basel geplante Angebot in Laufen müsse erweitert werden, etwa durch Alternativmedizin oder Hausarztpraxen. Und: Die geplante Tages-Permanence-Notfallstation solle durch eine 24-Stunden-Notfallaufnahme ersetzt werden.

«Die Laufentaler sollen bei einem Notfall nachts nicht vor verschlossenen Türen stehen», sagt Scherrer zur bz. Als «Minimalforderung» bezeichnet er durchgängige Öffnungszeiten, wobei der Notfall nicht zwingend ein Komplettangebot haben müsse. Scherrer zuversichtlich: «Die Gesundheitsdirektion hat die Anliegen aufgenommen. Ich hoffe, dass wir einen Kompromiss ohne juristisches Hickhack finden.» (mn)

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