Lärmschutz
Schwerer Stand für Tempo 60 statt 80 auf der A22 bei Liestal

Die Autobahn A22, die per 1.1.2020 vom Kanton Baselland an den Bund überging, dient als Umfahrungsstrasse primär der Verkehrsentlastung Liestals. Was wohl noch fünf bis zehn Jahre auf sich warten lässt, ist eine Lärmsanierung durch den Bund.

Michael Nittnaus
Drucken
Teilen
Mit 7 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung schliesst sie sich der Regierung an.

Mit 7 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung schliesst sie sich der Regierung an.

Bild: Roland Schmid

Dabei leiden auf dem Abschnitt im Stadtgebiet Liestals gemäss Messungen 555 Anwohner in 55 Liegenschaften unter einer Überschreitung der Lärm-Immissionsgrenzwerte. Eine Motion von SP-Landrat Thomas Noack, die 2019 als Postulat überwiesen wurde, forderte, dass auf den betroffenen Abschnitten das Tempo von 80km/h auf 60km/h reduziert werden solle. Ende 2020 sprach sich die Regierung in ihrer Vorlage allerdings dagegen aus und beantragte, den Vorstoss abzuschreiben und dem Bund keinen Antrag zu stellen.

Nun liegt der Bericht der Umweltschutz- und Energiekommission (UEK) vor. Mit 7 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung schliesst sie sich der Regierung an. Die Mehrheit liess sich von der Verwaltung überzeugen, dass die Nach- die Vorteile überwiegen würden. Trotz Temporeduktion gäbe es für 438 Personen in 38 Gebäuden weiter Überschreitungen. Vor allem aber wird befürchtet, dass die 20 Sekunden Fahrzeitverlängerung auf der A22 zu einer Verkehrsverlagerung von rund 2500 Autos pro Tag auf die Gemeindestrassen führt. Stattdessen soll sich die Regierung beim Bund für eine rasche Lärmsanierung einsetzen. (mn)

Aktuelle Nachrichten