Das «Waldhaus» hat wieder eine Zukunft

Die Verhandlungen mit einem neuen Pächter seien weit fortgeschritten – Bürgergemeinde plant grosse Sanierung und Neuausrichtung.

Tobias Gfeller
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7,7 Millionen Franken will die Bürgergemeinde Basel als Eigentümerin ins Waldhaus investieren und das Restaurant und Hotel modernisieren. Allerdings unter der Voraussetzung, die noch immer laufenden Verhandlungen mit dem potenziellen künftigen Pächter kommen zu einem erfolgreichen Ende. Während der Projekt- und Umbauphase bleibt das Haus geschlossen. Im kommenden Sommer soll es im Aussenbereich dennoch ein gastronomisches Angebot geben.

Das Waldhaus soll nicht nur saniert, sondern auch neu ausgerichtet werden, indem zum Beispiel der Aussenbereich aufgewertet wird: Eine Buvette für die einfache Verpflegung zu einem attraktiven Preis, eine neu überdachte bediente Terrasse und eine bespielbare Veranda sollen dem Ambiente am Rhein Rechnung tragen.

Das Speiserestaurant erhält ein völlig neues Gesicht, und das Hotel wird ausgebaut. Das Waldhaus solle weiterhin «unkompliziertes Ausflugsziel, kulinarische Attraktion, Ort für grössere Anlässe und gediegener Rückzugsort in einem sein», frohlockt Bürgerrat Leonhardt Burckhardt. Und genau darin liege die Herausforderung. «Unter Umständen müssen die Mitarbeitenden – gerade auch in der Küche – aneinander vorbeikommen, um die verschiedenen Anspruchsgruppen zu bedienen.»

Keine Anschlusslösung für die Mitarbeitenden

Die Bürgergemeinde Basel nutzt die Pensionierung des langjährigen Pächters Gilbert Stähli zur Frischzellenkur des Traditionshauses. Dass nun sämtliche 25 Mitarbeitenden ihre Arbeit verlieren, sorgte aber für Misstöne. Stähli selber kritisierte medial die Bürgergemeinde für ihre Pläne, das Waldhaus vorübergehend zu schliessen. Sie hätte es verpasst, für die Mitarbeitenden eine Anschlusslösung zu suchen. Bürgerrat Leonhard Burckhardt widerspricht. «Natürlich hoffen wir, dass es für die Mitarbeitenden eine Lösung geben wird. Aber sie waren nie Angestellte der Bürgergemeinde, sondern von Gilbert Stähli als Wirt und Unternehmer.» Es habe nie «irgendwelche Versprechen» vonseiten der Bürgergemeinde gegeben, versichert Burckhardt. «Wir sahen keine Lösung, die wir als Bürgergemeinde hätten anbieten können.»

Der Umbau unter der Federführung des Architekten Rolf Stalder umfasst neben den für die Gäste sichtbaren Bereichen auch eine komplette Sanierung der Haustechnik, Elektroanlagen und sanitären Einrichtungen. Geplanter Baustart ist im Frühling 2021. Die Bürgergemeinde nehme aber kein Geld in die Hand, solange der neue Pächter nicht definitiv ist, mahnt Bürgerrat Leonhard Burckhardt. Im Prinzip sei man sich aber einig.