Region Basel
«Bitte eintreten!»: Architekten und Ingenieure zeigen, was sie können

Was uns sonst verborgen bleibt, wird an diesem Wochenende öffentlich: Architekten und Ingenieure laden ein, hinter die Mauern spektakulärer Bauten zu schauen.

Sarah Serafini
Drucken
Geschäftshaus Dreireben, Gelterkinden: dreifels ag, Ralph Schnyder, Gelterkinden.
10 Bilder
Anfos / Haus, Basel: Sabarchitekten AG, Basel.
Doppelturnhalle Gymnasium Liestal: Sabarchitekten AG, Basel.
Hebelschulhaus, Gesamtsanierung und Umbau der Aula, Basel: MET Architects GmbH SIA, Thomas Thalhofer, Basel, und Proplaning AG, Ruedi Hediger, Basel (Baumanagement).
SIA-Tage am Wochenende
Nachwuchs-Campus FC Basel, Münchenstein: Luca Selva Architekten, Basel.
Lichtstrasse, Basel: HHF architekten GmbH, Basel.
Wohnen am Schaffhauserrheinweg, Basel: Jessenvollenweider Architektur, Basel.
Saldome 2, Möhlin: Häring Projekt AG, Eiken.
Doppelkindergarten, Zwingen: Hörler Architekten, Basel.

Geschäftshaus Dreireben, Gelterkinden: dreifels ag, Ralph Schnyder, Gelterkinden.

Zur Verfügung gestellt

An den SIA-Tagen am kommenden Wochenende vermitteln Architekten und Ingenieure, was Lehrer versäumen. Denn: «Eigentlich sollte Baukultur ein Schulfach sein», findet Tilo Herlach. Relevant sei das Thema allemal, da wir ständig von Bauten umgeben sind. Herlach ist Partner von HHF Architekten und Mitglied des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA).

Von Freitag bis Sonntag können Besucher Gebäude auskundschaften, deren Türen ihnen sonst verschlossen bleiben. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es im Innern des FCB-Campus' aussieht, hat also jetzt die Gelegenheit dazu. Normalerweise kann dieser nur von den Fussball-Nachwuchstalenten betreten werden.

Die SIA-Tage gibt es seit 2006; mittlerweile finden sie in der ganzen Schweiz statt. Vor Ort sind Bauherren, Architekten und Ingenieure, die durch die Räume führen. Sie stellen ihre Werke vor und erklären, wie sie beim Bau vorgegangen sind, Schritt für Schritt vom Entwurf bis zur Realisierung. «Wir wollen zeigen, dass Architekten nicht einfach ein paar Pläne zeichnen», sagt Herlach. Sondern dass sehr viel Auseinandersetzung mit dem Ort hinter der Arbeit stehe.

Laut Herlach bewegt sich die Baukultur in Basel auf einem hohen Niveau. Damit sich dies in Zukunft weiterhin so gut entwickelt, brauche es Zustimmung und Anerkennung für die Architektur aus der Bevölkerung. Herlach sagt: «Das Interesse des SIA ist, die Öffentlichkeit für architektonische und städtebauliche Themen zu sensibilisieren, gerade auch, weil oft darüber an der Urne abgestimmt wird.» Die bz präsentiert vorab schon einmal sechs von den insgesamt dreizehn Gebäuden, die es bis Sonntag in beiden Basel zu besichtigen gibt.