Herkunft

«Vo Buckte, Kanton Baselland» - Auf der Spur von HD Läpplis Heimat

HD Läppli sagt auf der Bühne immer, er sei aus Buckten. Doch weshalb gibt er ausgerechnet die Gemeinde im Oberbaselbiet an?

Seit einigen Tagen ist HD-Soldat Theophil Läppli wieder da. Der Schauspieler Gilles Tschudi schlüpft im Basler Theater Fauteuil in die Rolle der tollpatschigen, aber liebenswürdigen Kultfigur. Auch auf der Bühne hat der beliebte Schnauzträger auf die Frage, woher er komme, immer die gleiche Antwort parat: «Vo Buckte, Kanton Baselland.»

Mehr über die Herkunft im Homburgertal erfährt man im Stück nicht. In den Filmen von und mit Alfred Rasser, der Läppli erfunden und gespielt hat, wird auch nicht ausgeführt, weshalb der Soldat ausgerechnet aus Buckten stammt. In der Baselbieter Gemeinde mit 670 Einwohnerinnen und Einwohner finden sich nirgends Hinweise auf den berühmten Sohn. Im Dorf ist HD Läppli in keiner Weise präsent.

Ein Läppli aus Holz könnte bald am Ortseingang stehen

Das könnte sich in naher Zukunft ändern. «Im Gemeinderat wurde schon diskutiert, am Ortseingang eine Holzfigur von Läppli aufzustellen», sagt der Buckter Gemeindepräsident Peter Riebli. Die Gemeinde sei aus Anlass der Neuauflage im Theater auf die Familie Rasser zugegangen. Es sei durchaus denkbar, den Soldaten ein wenig touristisch zu vermarkten.
In der Heimatkunde Buckten aus dem Jahr 2008 steht geschrieben, weshalb HD Läppli aus der Gemeinde kommen soll: «Alfred Rasser war im Aktivdienst in Buckten stationiert.» Gemeindepräsident Riebli erklärt, im Dorf existiere die Erzählung, dass Rasser während seiner Zeit als Mitglied des Hilfsdienstes in der Oberbaselbieter Gemeinde gewesen sei. «Handfeste Beweise dafür habe ich aber nicht.»

Eine völlige Sicherheit, dass er dort stationiert war, gibt es nicht. Möglich ist es aber auf jeden Fall: Das Homburgertal war aufgrund der Hauensteinlinie während des Zweiten Weltkriegs ein strategisch wichtiges Gebiet. «Damals waren viele Soldaten in Buckten anwesend», sagt Peter Riebli. Ausserhalb der Gemeinde sei er schon mehrfach auf Läppli angesprochen worden, als er erklärte, in Buckten zu wohnen. «Meist waren dies ältere Personen.» Durch die Neuauflage in Basel könnten nun vermehrt jüngere Personen mit dem Soldaten in Berührung kommen.

Kam in den Hilfsdienst wegen eines Klumpfusses

Bei der Familie Rasser stösst die Idee aus dem Oberbaselbiet, dem Soldaten ein Denkmal zu setzen, auf Gegenliebe: «Das fände ich toll», sagt Roland Rasser. Der Sohn von Alfred Rasser verkörperte auf der Bühne ebenfalls unzählige Male den HD Läppli. Roland Rassers Kinder Caroline und Claude führen das Theater Fauteuil.

Bestätigen, dass sein Vater in Buckten stationiert war, kann Roland Rasser nicht. «Ich kann mich nicht erinnern, dass er das einmal erwähnt hat.» Falls er dort gewesen sei, dann nur kurz. «Mein Vater hatte einen Klumpfuss und kam in den Hilfsdienst.» Wie Jahre später die Figur, die ihren Schöpfer berühmt machen sollte.

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