Zoo Basel
Drei Baby-Mufflons haben das Licht der Welt erblickt

Im Zolli Basel gab es einmal mehr Nachwuchs mit Jö-Effekt. Zwischen Ende März und Mitte April sind drei Mufflons zur Welt gekommen.

Lea Meister
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Eines der drei Jungtiere, die im Zoo Basel zur Welt gekommen sind.

Eines der drei Jungtiere, die im Zoo Basel zur Welt gekommen sind.

Zoo Basel

Derzeit erkunden die drei Jungtiere die Anlage, springen und klettern umher und balancieren auf Baumstämmen und Felsen. Wie der Zoo Basel am Mittwoch mitteilte, werden die Jungen von ihren Müttern direkt nach der Geburt trocken geleckt. Daraufhin stehen sie bereits etwas wackelig auf ihren eigenen Beinen.

Wenn sie dann mit ihrer Herde mitlaufen, die im Zoo Basel aus sieben ausgewachsenen Tieren und drei Lämmern besteht, bleiben sie zu Beginn aber noch in engem Kontakt zu ihren Müttern. Vater der Jungtiere ist der dreijährige Mufflon-Widder, den man gut an seinen imposanten Hörnern erkennt.

Hörner werden auch Schnecken genannt

Mufflons sind sich trockene und steinige Böden im Gebirge gewöhnt. Sie haben harte Hufe mit welchen sie ausgezeichnet klettern und springen können. Sie können sich auf Höhen von bis zu 4'000 Metern bewegen. Im Sommer sondern sich die Männchen jeweils ab.

Die Mufflons klettern gerne.

Die Mufflons klettern gerne.

Zoo Basel

Die Hörner der Widder werden wegen ihrer Form auch Schnecken genannt. Sie wachsen ein Leben lang, ab November/Dezember gibt es jedoch jeweils eine mehrwöchige Wachstumspause. Die Einschnürung im Horn, die dadurch entsteht, hilft bei der Altersbestimmung der Tiere. Die Weibchen tragen keine oder nur sehr kleine Hörner und sind auch etwas kleiner als die Widder.

Europäische Mufflons im Zoo Basel

Zwei Jungtiere mit ihrer Mutter.

Zwei Jungtiere mit ihrer Mutter.

Zoo Basel

Die Mufflons sind vom Kaukasus über den Iran, Irak und die Türkei bis hin zum Balkan vertreten. Ob es sich um ein echtes Wildschaf oder um Nachfahren einer sehr ursprünglichen Hausschafrasse handelt, ist umstritten. Die Mufflons im Zoo Basel sind Europäische Mufflons, deren Verbreitung vermutlich über Jahrtausende auf die Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien beschränkt war. Von dort wurden sie vom Menschen auf das europäische Festland gebracht.