Zahnimplantate
Zahnimplantatehersteller Straumann beteiligt sich an Medentika und Createch

Straumann steigt bei der deutschen Medentika und der spanischen Createch ein. Die beiden Firmen stellen ebenfalls Zahnimplantate und -prothesen her. Mit dem Zukauf will der Schweizer Konzern seine Stellung im preiswerteren «Value»-Segment ausbauen.

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Mit dem Zukauf will der Schweizer Konzern seine Stellung im preiswerteren «Value»-Segment ausbauen.

Mit dem Zukauf will der Schweizer Konzern seine Stellung im preiswerteren «Value»-Segment ausbauen.

Keystone

Besonders die deutsche Medentika ist im preisgünstigen Segment tätig. Das Unternehmen wachse schnell und habe 2012 einen Gesamtumsatz von rund 11 Mio. Euro erwirtschaftet, heisst es im Communiqué vom Montag. Straumann steigt bei Medentika mit 51 Prozent ein, sofern die Transaktion durch das deutsche Bundeskartellamt genehmigt wird. Der Kaufpreis beträgt 32 Mio. Euro.

Beim spanischen Unternehmen Createch steigt Straumann mit 30 Prozent ein. Die Vereinbarung sehe jedoch vor, dass Straumann seine Beteiligung bis 2020 auf 100 Prozent ausbauen könne. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Createch werde sowohl die hochklassige «Premium»-, als auch die günstigere «Value»-Plattform bedienen können.

Bereits im letzten Jahr hatte Straumann 49 Prozent der brasilianischen Firma Neodent übernommen. Damals habe man den ersten Schritt ausserhalb des «Premium»-Segments gemacht, heisst es im Communiqué. Die Stärkung der Position ausserhalb des hochklassigen Sektors sei notwendig, da die Zahl der Anbieter, die preisgünstige Nachahmerprodukte bereitstellen, angestiegen sei.

Straumann-Chef Marco Gadola betont in der Pressemitteilung, dass man auf diese Entwicklung reagieren müsse: «Obwohl viele dieser Produkte bezüglich Innovation, Qualität, Kundendienst, Komfort und Sicherheit nicht mithalten können, müssen wir akzeptieren, dass eine wachsende Zahl von Kunden den erwiesenen Mehrwert, den eine Premium-Marke wie Straumann bietet, nur ungern honorieren wollen.»