Wortbetrachtung
Re: Eine Ise in die Gion

Die Vorsilbe «re-» dreht meist den Wortsinn um. Nicht immer kann man sie jedoch ohne weiteres weglassen.

Stefan Strittmatter
Stefan Strittmatter
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Das Läufelfingerli unterwegs in der Region.

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Nicole Nars-Zimmer

Unlängst habe ich an dieser Stelle über Begriffe sinniert, die mit der Vorsilbe «re-» beginnen. Lässt man diese weg, verdreht sich der Sinn in den meisten Fällen ins Gegenteil. Dabei bin ich aber auch auf Worte gestossen, die ohne die einleitenden Buchstaben gar nicht existieren können – etwa «Kruten in Staurants» – und dadurch lativ lustig klingen.

Diese Ansicht teilten einige meiner spektierten und nommierten Kollegen. Flexartig mailten sie mir flektierte Antworten mit weiteren Beispielen. Ich wurde gelrecht mit Pliken eingedeckt. Das war izend.

Andere, und das ist ihr gutes Cht, warfen mir vor, nitent zu sein und mittels verbalem Volver eine Volte anzetteln zu wollen. Ich kann Ihnen jedoch versichern: Ich will hier keine neue Ligion gründen (etwa wie der ägyptische Sonnengott ), spektive mich als Gent oder Ktor aufspielen, der neue grammatikalische Geln einführt.

Das würde ohnehin zu viele Sourcen verbrauchen, und es wäre wohl auf Dauer auch keine gute Klame für unser journalistisches Schaffen. Zumal die fehlende Silbe in den Augen und Ohren vieler Leser bestimmt ichlich komisch wirkt.

Vielmehr will ich an dieser Stelle, die erneut für mich serviert wurde, eine Idee cyklieren und beantragen, dass man einen gelmässigen Wettbewerb veranstaltet mit der Suche nach den zentesten stlichen Worten ohne «re-».

Ist so etwas alistisch? Und der Hauptpreis? Natürlich Ka-Schecks für eine schöne Ise in die Gion. Man kann nur hoffen, dass es dann nicht gnet.