Coronavirus

Wie sag ichs meinem Nachwuchs? Zum Beispiel mit Corona-Häschen – einer Geschichte zum Virus für Kinder

Ursula Leitl, ehemalige Erzieherin und Mutter aus Deutschland, hat einen Sohn im Kindergartenalter. Um dem kleinen Nicolas die ganze Corona-Situation verständlich zu machen, hat sie kurzerhand ein Bilderbuch geschrieben.

Ursula Leitl aus Deutschland weiss, dass Kinder viel mehr mitbekommen, als man vielleicht denkt. Sie merken, dass etwas nicht normal ist und haben vielleicht sogar Angst. Doch wie kann man den Kindern eine Pandemie erklären? Worte wie «Virus», «Quarantäne» und Ähnliche sagen den Kleinen nichts und uns fällt es bereits schwer, diese Worte verständlich, ohne weitere (in Kinder-Ohren) Fremdwörter, zu erklären.

Aus diesem Grund hat Ursula Leitl eine verständliche Geschichte geschrieben, ausgerichtet auf Kindergarten-Kinder. Der Titel lautet «die Corona-Häschen». Das Buch handelt von Häschen, die von einer Krankheit betroffen sind und deshalb Hygienemassnahmen einhalten und zu Hause bleiben müssen. Die Geschichte dient dazu, dass die Kinder die Coronakrise besser verstehen und keine Angst davor haben.

Sie können die Geschichte oben in der Bildergalerie Seite für Seite anschauen und (vor-)lesen. Falls Sie das Bilderbuch herunterladen oder ausdrucken möchten, suchen Sie im Internet nach «Corona Häschen Ursula Leitl». In den Suchergebnissen finden Sie mehrere Seiten, wo man das Dokument gratis herunterladen kann. Zudem gibt es auf Youtube bereits Videos, in dem die Hasengeschichte erzählt wird. Eines davon haben wir Ihnen hier bereits eingefügt:

Auch Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen gefällt die Geschichte der Häschen. Die Geschichte sei verständlich erzählt und die Bilder sehr schön gezeichnet. Gut kommt auch an, dass die Kinder durch die Häschen direkt auch mit dem Sachwissen konfrontiert werden und nichts verniedlicht oder schön geredet wird. Jedoch überzeugt das Ende des Buches weniger. Denn im Hasenland endet die Krise abrupt an Tag X.

Die Realität wird aber anders aussehen. Wir werden nicht vom einen auf den anderen Tag plötzlich alle wieder frei raus und in Läden oder an Veranstaltungen gehen können. Vielmehr wird es eine schrittweise Lockerung der Massnahmen geben. Klar muss man den Kindern zeigen, dass es irgendwann enden wird, auch wenn in unserer Welt noch nicht klar ist, wann das sein wird. Jedoch könnte man das Ende der Corona-Häschen etwas realistischer gestalten. 

Bei dieser Kritik muss man aber beachten, dass Leitl das Buch zu einer Zeit geschrieben hat, zu der man in ihrer Region (Bayern) das Gefühl hatte, dass man nach fünf Wochen Quarantäne wieder langsam zur Normalität zurückkehren könne. Auch ihr Sohn habe sich schon darüber beschwert, dass es bei den Corona-Häschen doch viel schneller wieder vorbei gewesen sei. 

Alles in allem ist die Geschichte der Häschen eine gelungenen Geschichte und erfüllt ihren Zweck. Die Kinder werden beschäftigt, haben Spass, lernen etwas zu Corona und haben vielleicht danach auch weniger Angst.

Aufgrund vieler Anfragen nach einer Printausgabe des Buches hat sich Ursula Leitl mit dem Verlag tredetion zusammengetan und eine Printversion erstellt. Das Buch kann man beim Verlag tredetion als Hardcover, Paperback und E-Book zu einem Preis zwischen drei und 15 Euro erhalten, oder bei Orell Füssli für 29.90 Franken. Des Weiteren kann man beim Verlag tredetion die Geschichte auch noch auf Englisch erhalten.

«Mein Ziel ist es, mit meiner Geschichte viele Kinder zu erreichen und Ihnen Mut zu machen. Ob als PDF, Hörbuch oder Printausgabe, das können die Eltern gerne selbst entscheiden», sagt Ursula Leitl.

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