Webergasse
Trotz eingereichter Petition: Keine Interventionen im Basler Milieu geplant

Der Regierungsrat hat Verständnis für den Ärger der Anwohnenden und analysiert die Situation weiterhin. Die Petitionärin hofft, dass sich die Ereignisse des letzten Sommers nicht wiederholen.

Helena Krauser
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Anwohnende beklagten sich im Sommer über die Zustände in der Webergasse.

Anwohnende beklagten sich im Sommer über die Zustände in der Webergasse.

Roland Schmid (Juni 2021)

Der Basler Regierungsrat wird im Bereich Webergasse planmässig keine zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen ergreifen, dies geht aus den wöchentlichen Regierungsmitteilungen hervor. Darin beantwortet er die Petition «zur Wahrung der Lebensqualität im Bermuda-Dreieck» der ehemaligen Wirtin der «Alten Schmitti», Andrea Strähl. Gemeinsam mit Anwohnenden und Gewerbetreibenden hat sie im vergangenen Sommer beklagt, dass sich das Quartier in der Hand von «Kügelidealern» befände und gewalttätige Auseinandersetzungen, Überfälle, Lärmbelästigung und Verschmutzung der Strassen zur Normalität geworden seien.

Der Regierungsrat teilt nun sein Verständnis für den Ärger über gewisse Entwicklungen in diesem Gebiet im Kleinbasel mit. Die Kantonspolizei analysiere die Situation in der Webergasse laufend und räume ihrer dortigen Arbeit eine hohe Priorität ein. Entsprechend hoch sei die Präsenz und Kontrolltätigkeit im unteren Kleinbasel.

Die Petitionärin Andrea Strähl und der Wirt vom Pollo Loco, Hayati Kiziler.

Die Petitionärin Andrea Strähl und der Wirt vom Pollo Loco, Hayati Kiziler.

Roland Schmid (Juni 2021)

Für die Petitionärin ist die Rückmeldung nicht wirklich zufriedenstellend. In den Wintermonaten habe sich die Situation zwar etwas beruhigt: «Aber entscheidend ist, wie es im nächsten Sommer aussieht. Diese Zustände will niemand nochmals erleben. Ich hoffe bis dahin wird eine Lösung gefunden», so Strähl.