Coronavirus
Von der Kirche ins Schwimmbad: Neues Testzentrum im Universitätsspital Basel

Das Universitätsspital Basel eröffnet am Montag sein neues Corona-Testzentrum. Pro Tag können 350 Tests durchgeführt werden, im Extremfall kann die Kapazität auf 750 erhöht werden. Das Unispital rüstet sich also für die kommenden Monate.

Maria Junkov/sda
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Im neuen Testzentrum können täglich 350 Tests durchgeführt werden.

Im neuen Testzentrum können täglich 350 Tests durchgeführt werden.

Kenneth Nars

Die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus steigen wieder an. Eine Herausforderung, auf die sich das Universitätsspital Basel schon seit Mai intensiv vorbereitet hat. Bereits vor der Schliessung des Testzentrums in der Predigerkirche wurde das ehemalige Schwimmbad an der Klingelbergstrasse 30 ins Visier genommen, um es zu einem grossen Test- und Triagezentrum auszubauen. In der Zwischenzeit wurde ein provisorischer Raum im Klinikum 1 betrieben. Im Gebäude mit dem Schwimmbad ist auch das Personalrestaurant des Unispitals untergebracht.

Lange Schlangen sollen vermieden werden

Damit möchte man nun der steigenden Nachfrage nach Tests entgegenkommen. 350 können im neuen Zentrum pro Tag durchgeführt werden. Sollte es hart auf hart kommen, kann die Kapazität auf bis zu 750 erhöht werden. «Wir sind bereit, wir haben das Material, wir haben das Personal», sagt Nicolas Drechsler, Sprecher des Unispitals.

Testen lassen kann man sich an Wochentagen von 9 bis 17 Uhr und an Wochenenden von 9 bis 13 Uhr. Die Personalsuche für das neue Testzentrum sei problemlos verlaufen, so Drechsler. Seit dem Ausbruch der Pandemie hätten sich zahlreiche Pflegefachpersonen, Medizinstudierende sowie Hausärztinnen und Hausärzte freiwillig gemeldet, um die Tests durchzuführen.

Das Unispital hatte bei der Auswahl des Standorts wenig Möglichkeiten. Das erklärt auch das erste Testzentrum in der Predigerkirche. Lange Schlangen wie vor einigen Monaten vor der Kirche soll es bei der neuen Einrichtung nicht geben. «Das Einzige, was sich aber nicht vermeiden lässt, ist die Wartezeit», sagt Drechsler. Diese hänge von der Grösse der Gruppen ab, die gleichzeitig getestet würden.

Ein Patient auf Intensivstation

Gestern wurden erstmals seit mehr als einem Monat keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Basel-Stadt registriert, wie aus der täglich aktualisierten Statistik hervorgeht. Die Zahl der infizierten Kantonsbewohner verharrte gestern bei 1185. Von sechs hospitalisierten Coronapatienten muss niemand in der Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Corona-Toten beläuft sich weiterhin auf 53.
Im Kanton Baselland wurden gestern insgesamt 1014 Infizierte vermeldet. Das sind 5 mehr als am Vortag. Ein Patient befand sich im Spital. Er lag in der Intensivstation und musste beatmet werden.