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UKBB-Chef wechselt zur Zürcher Klinik Hirslanden

Der CEO und Vorsitzende der Geschäftsleitung des UKBB, Dr. med. Conrad E. Müller, wird per 1. Mai 2015 neuer Direktor der Klinik Hirslanden in Zürich. Per Ende April 2015 verlässt er das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB)

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Dr. med. Conrad E. Müller.

Dr. med. Conrad E. Müller.

ukbb.ch

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) muss sich einen neuen Direktor suchen: Conrad E. Müller tritt per Ende April 2015 aus seiner Funktion als CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung zurück. Er wird Direktor der Klinik Hirslanden in Zürich, teilt das UKBB mit. Zur privaten Spital-Gruppe gehören 16 Kliniken in 11 Kantonen. Wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt, löst Müller als Klinikdirektor Daniel Liedtke ab, der in die Konzernleitung der Hirslanden-Gruppe aufsteigt. «Wir sind von seinem Wechsel überrascht, wir haben das nicht erwartet», sagt Manfred Manser, Präsident des UKBB-Verwaltungsrates. Müller habe sich nicht bei der Hirslanden-Klinik beworben, sondern ein Angebot erhalten und sich entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen. Noch vor zwei Jahren sagte Müller in einem Interview gegenüber der bz, für eine neue Herausforderung sei es noch nicht Zeit, er wolle das «Kinderspital noch mehr zum Glänzen bringen».

Gute Leistung – und auch Kritik

Müller übernahm 2008 die Leitung des UKBB. 2011 leitete er den Zusammenzug der verschiedenen Standorte im Neubau an der Spitalstrasse. «Er hat ausgezeichnete Arbeit geleistet, auch beim Aufbau der ganzen neuen Strukturen und Prozesse», sagt Manser. Auch die Verselbstständigung sei gut gelungen. «Das UKBB steht finanziell unter seiner Leitung gut da, die Ergebnisse der letzten beiden Jahre waren positiv», sagt Manser. Allerdings sah sich Müller in seiner Arbeit immer wieder mit Kritik konfrontiert. Zuerst beim Umzug, weil das Personal von unerwartet vielen Patienten beinahe überrannt wurde, später wegen der langen Wartezeiten im Notfall und immer wieder wegen Personalengpässen und überlasteten Angestellten. Das war zuletzt diesen Juni der Fall. Sein Weggang stehe damit nicht in Zusammenhang, sagt Müller auf Anfrage: «Ich stand schon länger davor in Verhandlung mit der Hirslanden-Klinik.» Er sei der Ansicht, dass das UKBB fast vier Jahre nach der Zusammenlegung und dem Umzug auf einem soliden Fundament stehe. Der Wechsel sei für ihn sehr reizvoll und «eine riesige Chance». Reizvoll dürfte auch das Gehalt sein, das sicher höher ausfallen wird als heute.

Müllers Stelle wird schweizweit ausgeschrieben. Das Anforderungsprofil für den Nachfolger oder die Nachfolgerin beschreibt Manser folgendermassen: Die Person braucht Kenntnisse des Spital- und Gesundheitswesens, medizinisches und ökonomisches Wissen. «Kenntnisse der Region wären von Vorteil, sind aber nicht zwingend.»