Graffiti-Klage
Teilerfolg für Basler Sprayer: Der Fall kommt nun vor Gericht

Der Schweizer Graffiti-Artist Adrian Falkner alias Smash 137 hat General Motors verklagt. Nun haben er und sein Anwalt einen Teilsieg errungen.

Marc Krebs
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Diese Aufnahme hat den Fall ins Rollen gebracht: General Motors warb für seinen Cadillac neben der Graffitiwand des Baslers Smash 137.

Diese Aufnahme hat den Fall ins Rollen gebracht: General Motors warb für seinen Cadillac neben der Graffitiwand des Baslers Smash 137.

Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath: Adrian Falkner, 1979 in Liestal zur Welt gekommen, hat den Autokonzern General Motors verklagt. Der Graffitikünstler sieht sein Urheberrecht verletzt, weil GM eine von ihm legal besprayte Wand als Dekor für eine Cadillac-Werbung verwendet hat.

Falkner, in der Street-Art-Szene bekannt unter dem Pseudonym Smash 137, nimmt Auftragsarbeiten an. So schuf er auf Wunsch eines Parkhaus-Eigentümers in Detroit ein Graffiti. 2016 nutzte ein Fotograf diese Kulisse ungefragt für Werbeaufnahmen für einen neuen Cadillac. Die Bilder wurden online verbreitet, worauf Falkner im Januar 2018 Klage einreichte. Er sah seinen Ruf, seine Street Credibility beschädigt.

Nun haben er und sein Anwalt einen Teilsieg errungen: Ein Bundesrichter in Los Angeles hat GMs Antrag, das Verfahren einzustellen, zurückgewiesen. Der Fall kommt nun vor Gericht. Wird dort eine Urheberrechtsverletzung erkannt und somit zugunsten von Falkner entschieden, könnte dieser angeblich mit einem Schadenersatz von bis zu 150 000 Dollar rechnen, wie US-Medien berichten.