Tennis und Unterhaltung

Schwedisches Doppel für die Swiss Indoors: Turnier gibt Programm des «Super Monday» bekannt

«Thank you for the music», heisst es wohl auch am 22. Oktober: Dann ist «Super Monday» am Basler Tennis-Turnier.

«Thank you for the music», heisst es wohl auch am 22. Oktober: Dann ist «Super Monday» am Basler Tennis-Turnier.

Die Swiss Indoors haben das Programm des «Super Monday» bekannt gegeben: ABBA-Mania bestreitet die Eröffnungsshow. Regie führt Erik Julliard – der «Basel Tattoo»-Produzent kann dabei auch auf eine vertraute Formation zurück greifen.

Für Roger Brennwald ist es eine Art Déjà-vu. Seine Swiss Indoors waren der erste Anlass, der 1975 in der neu erstellten St. Jakobshalle Gastrecht genoss. Jetzt, über 43 Jahre danach, ist die Halle saniert, und die erste Veranstaltung, welche die Halle bespielt, sind wieder die Swiss Indoors. «Wir leisten abermals Pionierarbeit», sagt Brennwald. «Aber im Gegensatz zu damals ist die Halle dieses Mal fertig. 1975 konnte man das so nicht behaupten.»

Die neue Halle muss an der Eröffnung des Tennisturniers auch beweisen, dass sie akustisch bestehen kann, also für Konzerte taugt. Für den «Super Monday» am 22. Oktober engangierte die Turnierleitung ABBA-Mania, das wurde am Mittwoch bekannt. Die «Concert Show», wie sie sich nennt, steht unter der Regie von Erik Julliard. Der «Basel Tattoo»-Produzent lässt im Rahmen der Eröffnungsshow auch das Top Secret Drum Corps aufmarschieren.

Die ABBA-Songs intonieren die Buben und Mädchen der Kantorei Basel sowie die Streicher der Basel Sinfonietta, gemeinsam mit dem Christoph Walter Orchestra. Angekündigt ist ein «Feuerwerk der grossen ABBA-Hits».

«Grossartiger Bau ist entstanden»

«In diesem Jahr schliesst sich der schwedische Kreis», sagt Brennwald. Der Turnierpräsident spielt auf Björn Borg an. Der Tennisspieler gewann 1977 das Basler Turnier – zur selben Zeit befand sich ein anderer Björn ebenfalls auf der Erfolgsstrasse: Björn Ulvaeus. Er war mit ABBA gerade auf Welttournee. Sie brachte ihn sowie Agnetha Fältskog, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad bis nach Australien.

Dieses Jahr schlage man aber auch eine Brücke zu Basel, sagt Brennwald. Mit Julliard und dem Top Secret Drum Corps, der Kantorei und der Sinfonietta. «Die St. Jakobshalle genügt höchsten Ansprüchen. Als gebürtiger Basler bin ich stolz auf die Stadt. Es ist ein grossartiger Bau entstanden und wir dürfen ihn einweihen – das muss gebührend gefeiert werden.»

Mehr Bewegungsfreiheit für die Besucher

Die Halle präsentiert sich in einem neuen Kleid, doch mehr Plätze hat der grösste Sportanlass der Schweiz nicht zur Verfügung: Ins Innere passen gemäss Brennwald in etwa gleich viele Zuschauerinnen und Zuschauer wie in den Vorjahren, also rund 9000. Ursprünglich waren es sogar noch weniger. Erst Anfang August gaben die Swiss Indoors eine Kapazitätserhöhung bekannt. Pro Tag gelangen nun zusätzliche 637 Plätze in den Verkauf. Möglich wurde das wegen geänderten Bestimmungen seitens Behörden.

Ansonsten stehe den Besuchern jedoch bedeutend mehr Platz zur Verfügung als mit der alten Infrastruktur, schwärmt Brennwald: «Wir haben mehr Fläche. Die zusätzliche Bewegungsfreiheit kommt allen zu Gute: den Sponsoren, den Spielern, dem Personal, aber auch den Zuschauern. Und dann ist auch die Ästhetik zu erwähnen – kein Vergleich zu früher.»

Für den «Super Monday» gibt es noch rund 1000 Tickets. Auch an den anderen Tagen der Turnierwoche seien noch Restkarten erhältlich, sagt Brennwald. Die Eröffnungshow beginnt um 17 Uhr. Am Abend folgt auch schon der sportliche Teil des drittgrössten Hallenturniers der Welt, das vom 20. bis 28. Oktober dauert. Am «Super Monday» stehen ab 19 Uhr bereits zwei Partien auf dem Programm. Ausgelost werden die Paarungen am 20. Oktober im Basler Rathaus.

Titel Nummer 9 für Federer?

Das Teilnehmerfeld wurde schon im April bekannt gegeben. Fünf Top-ten-Spieler der Tennis-Weltrangliste treten in Basel an. Neben Lokal-Matador Roger Federer (ATP 2) sind es Juan Martin del Potro (Argentinien, ATP 3), Alexander Zverev (Deutschland, ATP 4), Marin Cilic (Kroatien, ATP 7) und der Belgier David Goffin (ATP 10).

Federer hat das Turnier bisher 8-mal gewonnen – so oft wie kein anderer. Wohl nicht nur die Turnierleitung hofft auf einen erneuten Sieg Federers. Der Triumph Nummer 9 würde eine weitere Brücke zum Veranstaltungsort schlagen. Die Halle liegt auf dem Gemeindegebiet von Münchenstein. Dort, wo Federer lange Zeit als Kind wohnte.

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