Dolmetscher
Profis fürs Übersetzen und Vermitteln zwischen den Kulturen tauschen sich aus

Das Übersetzen und Vermitteln zwischen Kulturen hat sich im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen kontinuierlich professionalisiert. In Sissach trafen sich die Profis zum Erfahrungsaustausch.

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Bei HEKS hat der Dolmetscherdienst eine lange Tradition: Hier hilft ein Mitarbeiter 1988 beim Gespräch zwischen Arzt und einem türkischen Patienten im Kantonsspital Basel. (Symbolbild/Archiv)

Bei HEKS hat der Dolmetscherdienst eine lange Tradition: Hier hilft ein Mitarbeiter 1988 beim Gespräch zwischen Arzt und einem türkischen Patienten im Kantonsspital Basel. (Symbolbild/Archiv)

André Muelhaupt

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) lud die Experten und Interessierten im Fachbereich des interkulturelle Übersetzens und Vermittelns ins Schloss Ebenrain in Sissach, wo verschiedene Referenten die Bedeutung und die zunehmende Professionalisierung dieser Dienstleistung herausstellten.

Vor allem in der Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik präsentierten die interkulturellen Vermittler laut HEKS „eindrücklich die Chancen für bessere Beratungs- und Betreuungsabläufe mit Migranten, die Deutsch noch nicht oder nur wenig beherrschen". Besonders im Sozialwesen bestünde allerdings noch viel Potential für die interkulturellen Dolmetscher, weil Missverständnisse und darauf basierende falsche Massnahmen oft zu emotionalen Problemen und finanziellem Mehraufwand führten.

Beispiele für die Arbeit der interkulturellen Dolmetscher in der Region sind zum Beispiel das Projekt „Deutsch-Start" des Arbeitsintegrationszentrums Basel-Stadt, „Edulina - mehrsprachige Familienworkshops" der HEKS-Regionalstelle beider Basel, „eltern@schule" des Kantons Solothurn sowie „Frauenpause" der Caritas Aargau. Die Tagung fand statt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Volksschulen Basel-Landschaft. (bob)

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