Aeschenplatz

Passanten retten Entenfamilie vor dem sicheren Tod

Passanten und die Feuerwehr hielten am Mittwoch eine Entenmutter mit ihren elf Jünglingen davon ab, den stark befahrenen Aeschenplatz in Basel zu überqueren.

Mitten in Basel, auf dem stark befahrenen Aeschenplatz, wollte am Mittwoch kurz nach 15 Uhr eine Entenmutter mit ihren elf Jungtieren die Strasse überqueren.

Das Vorhaben hätte für die Enten den Tod bedeutet, ist sich Leserreporter Martin Graf sicher. Aber einige Passanten griffen rettend ein: Sie lotsten die herzige Familie in eine Hausecke und warteten auf die Feuerwehrleute. Die drei ausgerückten Männer fingen die Enten mit einem Netz ein und brachten sie in Sicherheit.

Brutzeit hat begonnen

Für die Berufsfeuerwehr Basel war dies ein Routine-Einsatz: Jetzt im Frühling, kurz nach der Brutzeit, müssten die Einsatzkräfte für Tierrettungen wöchentlich zwei bis drei Mal ausrücken, sagte Mediensprecher Martin Schütz gegenüber der bz. Der Grund liege darin, dass die Entenmamis nicht am Gewässer ausbrüten und darum später gegebenenfalls mit ihrem Nachwuchs durch die Stadt watscheln. In einem Monat sollte dies aber bereits nicht mehr vorkommen.

Ein Insider erklärte, dass bei einer Rettung zuerst immer das erwachsene Tier eingefangen werden müsse. Die Jünglinge kämen dann fast von alleine nach. Gar nicht gut sei, wenn die Mutter davonfliegt. Alleine ausgesetzt, hätten die Kleinen kaum eine Überlebenschance.

Nachdem die Tiere gefangen worden sind, werden sie an einen ruhigen Ort gebracht. Die Entenfamilie vom Aeschenplatz wurde auf der Grün 80 wieder frei gelassen. (jan)

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