Babyboom
«Oberdringend»: Bethesda-Spital baut ein fünftes Geburtszimmer

Das Bethesda plant ein zusätzliches Gebärzimmer – doch damit sind die Expansionspläne nicht abgeschlossen.

Leif Simonsen
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Das Bethesda-Spital hat diese Woche das Baugesuch eingereicht.

Das Bethesda-Spital hat diese Woche das Baugesuch eingereicht.

Juri Junkov

Die Zahl der Geburten im Bethesda-Spital ist in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. 2013 wurden in der Basler Privatklinik 1166 Kinder geboren, 2017 kamen hier bereits 1865 Babys zur Welt – und heuer sind es bereits jetzt, Ende Oktober, 1582. Nun plant die Klinik ein zusätzliches fünftes Gebärzimmer, wie Direktor Thomas Rudin auf Anfrage sagt.

Diese Woche wurde das Baugesuch eingereicht. Der neue Saal soll in die bestehende Geburtsabteilung integriert werden und den «identischen Komfort wie die jetzigen Geburtszimmer» bieten, wie Rudin ausführt. Für Lucia Mikeler, die das Bethesda von ihrer Tätigkeit als Beleghebamme kennt, ist diese Erweiterung «oberdringend», wie sie auf Anfrage sagt. «Geburtshilfe ist nicht berechenbar», sagt sie. Und das bekommen im Bethesda nicht nur das Personal, sondern auch die gebärenden Frauen zu spüren. Momentan komme es häufig vor, dass Frauen während der Geburt zwischen den Zimmern hin- und hergeschoben würden. «Sehr ungünstig», findet Mikeler.

Doch auch mit dem Bau des 5. Gebärzimmers sind die Expansionspläne nicht abgeschlossen. «Ergänzend» zum herkömmlichen Angebot plane man für den nächsten Mai die Eröffnung eines Geburtshauses, das ausschliesslich von Hebammen geleitet werde (die bz berichtete). Durch die Nähe zur Geburtsklinik könnten die Gebärenden bei Komplikationen allerdings in Kürze bei den Ärzten sein.