Korallensterben
Die Verbindung des Basler Zollis mit Korallenriffen auf Sansibar

Aus dem Fond des «Naturschutzfranken» unterstützt der Zoo Basel eine Organisation, die in Sansibar Korallenriffe wiederaufforstet.

Salomé Lang
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Der Zolli züchtet in seinen Vivarien die gefährdeten Meeresbewohner. Und unterstützt ihre Aufforstung in Sansibar.

Der Zolli züchtet in seinen Vivarien die gefährdeten Meeresbewohner. Und unterstützt ihre Aufforstung in Sansibar.

Zoo Basel

Über 5'000 Korallenarten sind weltweit bekannt, doch die Meerestiere sind zunehmend bedroht: Die Erderwärmung, die Versauerung und Verschmutzung des Meerwassers und de Überfischung stören ihre komplexen Ökosysteme und führen zu einem besorgniserregenden Korallensterben. Verschiedene Organisationen verhelfen durch Wiederaufforstungen Abhilfe, so auch die Zürcher Non-Profit-Organisation (NPO) Marinecultures: Sie setzt sich auf der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas für den Schutz der Meeresfauna ein. Der Zoo Basel unterstützt sie seit mehreren Jahren.

Weltweit gibt es über 5'000 verschiedene Korallenarten.

Weltweit gibt es über 5'000 verschiedene Korallenarten.

Zoo Basel

Aus dem Fonds des «Naturschutzfrankens», den die Besucherinnen und Besucher des Zollis bei der Kasse abgeben können, unterstütze der Zoo die NPO und andere Organisationen, wie Nina Decrue, Zuständige für die Zusammenarbeit des Zollis mit Marinecultures, sagt. Rund 300'000 Franken würden durch die Freiwilligenbeiträge jährlich in den Fonds fliessen.

Durch den Klimawandel und die Meeresverschmutzung sind Korallen weltweit vom Aussterben bedroht.

Durch den Klimawandel und die Meeresverschmutzung sind Korallen weltweit vom Aussterben bedroht.

Zoo Basel

Der Zoo unterstützt nicht nur die Aufforstung von Korallenriffen finanziell, sondern züchtet die Korallen auch selbst: Über 40 Arten leben im Vivarium des Zollis. Dort könnten besonders Steinkorallen gut vermehrt werden, wie Decrue sagt:

«Tierpflegerinnen und Tierpfleger brechen ein Korallenstück ab und befestigen diese mit einem speziellen Kleber an Steinen. Die Korallensetzlinge kommen danach in ein spezielles Korallen-Zuchtbecken. Dort erhalten sie optimales Licht und genügend Nahrung, sodass sie gut wachsen können.»

Die Mitarbeitenden des Zoos und die Gründer von Marinecultures stünden in Kontakt und würden sich regelmässig über Aktualitäten austauschen. So auch kürzlich bei einer Präsentation der Projekte von Marinecultures für Zolliinterne.

Neben der Korallenaufforstung setzt sich Marinecultures auch für die Inselbevölkerung ein: «Sie haben dort eine nachhaltige Schwammzucht aufgebaut und helfen Schwammfarmerinnen vor Ort, ihre Produkte zu verkaufen und selbstständig zu werden», so Nina Decrue.