Handelkammer beider Basel
Handelskammer unterstützt die Idee «Central Park Basel»

Die Raumplanungskommission der Handelskammer beider Basel (HKBB) hat das Projekt Central Park insgesamt positiv beurteilt und ist dem Verein Central Park Basel beigetreten, wie die die HKBB der bz bestätigt.

Nicolas Drechsler und Stefan Schuppli
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Als Visualisierung stehen sie schon: Die Boulevardcafés im geplanten Centralpark.

Als Visualisierung stehen sie schon: Die Boulevardcafés im geplanten Centralpark.

Zur Verfügung gestellt

Das Projekt Centralpark kann einen weiteren prominenten Zugang bei seinen Unterstützern verbuchen: Wie Recherchen der bz ergaben, hat die Raumplanungskommission der Handelskammer beider Basel (HKBB) das Projekt Central Park insgesamt positiv beurteilt und ist dem Verein Central Park Basel beigetreten. Insbesondere hätten die Gesamtqualität des Projektes sowie die Randbebauung und der dadurch gewonnene städtebauliche Charakter überzeugt, kommentiert HKBB-Mediensprecherin Martina Hilker.

Politisch wichtiges Signal

Der Gewerbeverband Basel-Stadt stand dem Ansinnen, die Geleise über dem westlichen Teil des Bahnhofs teilweise zu überdecken, von Anfang an positiv gegenüber. Nun stösst ein weiterer Wirtschaftsverband zum Initiativkomitee. Einen der Initianten, CVP-Grossrat Oswald Inglin freuts: «Unterstützung durch ökonomisch interessierte Verbände ist wichtig, um die SBB vom Projekt zu überzeugen.»

Denn das Problem sei vor allen Dingen ein ökonomisches: Die SBB als Grundeigentümerin sträubt sich bisher gegen den Park. Selbst nachdem die basel-städtische Regierung ihren Widerstand aufgegeben hat. Inglin meint: «Die SBB investieren auf ihren Grundstücken nur in Projekte, die ihr Geld bringen. Und beim Centralpark hat sie das ökonomische Potential offenbar noch nicht erkannt.»

Möglichkeit, Geld zu verdienen

Dieses Potential sieht Inglin beispielsweise darin, dass die SBB die bestehende Bahnhofspasserelle zum neuen Park hin öffnen könnten: «So entstünden zusätzliche Flächen, beispielsweise für Boulevard-Cafés der Restaurants auf der Passerelle.» Vor allen Dingen aber dürften die Gebäude rund um den Park an Wert gewinnen. Diese gehören zum Grossteil den SBB und beherbergen zurzeit vor allem Lagerräume. «In Zukunft hätten diese Liegenschaften Anstoss an den Park.

Damit würden sich hier ganz neue Vermietungsmöglichkeiten und Verdienstchancen auftun», argumentiert Inglin. Und damit diese Argumentation von den SBB gehört werde, sei es wichtig, die regionale Wirtschaft einzubinden. «Wenn ein Quartierverein den SBB sagt: ‹Hier könnt Ihr Geld verdienen›, ist das weit weniger überzeugend, als wenn die Handelskammer dasselbe sagt.» Die SBB stehen dem Plan ablehnend gegenüber, weil durch die Überdeckung künftige Entwicklungen im Bahnverkehr erschwert würden. Ob die Aussicht auf Profite diese Haltung ändern, ist fraglich.

Die Kantonsregierung wurde von den Initianten auf alle Fälle von ihrer Idee überzeugt: Der Regierungsrat hat am 18. Dezember 2012 eine Ausformulierung der Initiative in Auftrag gegeben und einen Planungskredit von 1,56 Millionen Franken für eine Machbarkeitsstudie beantragt.

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