Aus einem Container im Basler Rheinhafen ist am Freitag eine giftige Substanz ausgelaufen. Wegen der Havarie kam es am Freitag zu einem Grosseinsatz der Rettungskräfte im Hafenbecken 2. Laut einem Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft wurde beim Umladen eines Containers von einem Eisenbahnwagen auf ein Frachtschiff festgestellt, dass eine klebrige Flüssigkeit aus dem Container tropfte.

Aufgrund der Angaben auf dem Datenblatt des Containers wurde dieser umgehend wieder vom Schiff genommen und in ein Auffangbecken gestellt. Bei der ausgeflossenen Flüssigkeit handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um eine umweltgefährdende, nicht flüchtige Flüssigkeit.

Zweiter Fall im Hafen innert Monatsfrist

Zur Herkunft und zum Bestimmungsort des Containers konnte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen. Um abzuklären, welcher Behälter des Containers leck war, wurden die Kriminaltechniker beigezogen. Im Einsatz standen neben Feuerwehr, Sanität und Polizei auch das Amt für Energie und Umwelt und der Chemiefachberater.

Schon vor Monatsfrist ist es im Basler Rheinhafen zu einem Grosseinsatz gekommen. Damals ist ein Altholzlager in Flammen aufgegangen. Gebrannt haben rund 2000 unter freiem Himmel gelagerte ausrangierte Bahnschwellen sowie eine etwa ebenso grosse Menge nebenan gelagerter Schrott.

Lager mittlerweile aufgelöst

Die Schwellen waren mit Teeröl belastet und standen vor einem Abtransport zur fachgerechten Entsorgung. Der Grosseinsatz inklusive Feuerlöschboot dauerte mehrere Stunden. Am Abend des Vorfalls war der Brand unter Kontrolle, kurz darauf konnte er komplett gelöscht werden.

Die Behörden gaben nach dem Vorfall Entwarnung, der Brand der belasteten Schwellen soll für die Bevölkerung nicht gesundheitsgefährdend gewesen sein. Die Rhenus AG, der das Areal gehört, löste das Lager neben der Werkstattgemeinschaft danach dennoch auf. (sda/ans)