Dieser Tage erwartet Sie, wertes Basler Publikum, eine geballte Ladung Wortwitz. Da wird ein wahres Comedyfeuerwerk gezündet, ja, ein bunter Blumenstrauss an Pointen überreicht, kurz: Ein Schenkelklopfer jagt den nächsten.

Doch keine Angst: Unser Abstecher nach Floskelhausen endet hier, denn über abgedroschene Phrasen machen sich diese drei Vertreter der deutschsprachigen Comedy bestenfalls lustig, ihr Humor jedenfalls ist trocken und so ironisch zu verstehen wie der erste Abschnitt dieses Artikels.

Die Liebe zum schwarzen Humor ist nicht das einzige, was Christoph Simon, Hazel Brugger und Nico Semsrott verbindet. Alle drei wurden in der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene gross. Christoph Simon aus Bern wurde 2014 und 2015 Schweizer Slam-Meister. 2018 wird er den renommierten Kleinkunstpreis «Salzburger Stier» entgegennehmen. Wer sich ein Bild machen will von seiner leisen Zurückhaltung und seinen unvermittelten Spitzen: Im Teufelhof präsentiert er sein Abendprogramm «Zweite Chance».

Den «Salzburger Stier» hat sie schon erhalten: Hazel Brugger. Die 23-Jährige blickt auf ein furioses Jahr zurück: Zahlreiche Auftritte am Deutschen Fernsehen, oft verbunden mit Auszeichnungen: Nebst dem «Stier» räumte sie auch als Newcomerin beim Deutschen Comedypreis und beim Deutschen Kleinkunstpreis ab. Letzteren nahm Brugger mit den Worten entgegen: «5000 Euro, das ist gerade soviel, dass die Deutschen beeindruckt sind ... und die Schweizer nicht lachen.»

Ihr Programm «Hazel Brugger passiert» zeigt sie heute im Fauteuil, im Februar dann zweimal innerhalb eines Tages im grossen Saal des Basler Volkshauses. Es geht steil aufwärts.

Steil abwärts geht es mit Nico Semsrott – denn das ist sein Programm. Der selbst ernannte «Demotivationstrainer» verkörpert eine freudlose, sarkastische Bühnenpersona. Sein Programm, «Freude ist nur ein Mangel an Information», präsentiert der Hamburger morgen in aktualisierter Form.

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Hazel Brugger Fauteuil Basel, 22.11. (ausverkauft). Zusatzvorstellungen im Volkshaus Basel: 9.2.2018, 17 Uhr
(Tickets via Fauteuil.ch) und 20 Uhr
(ausverkauft).

Nico Semsrott Kaisersaal, Basel.
23. November, 20 Uhr.

Christoph Simon Teufelhof, Basel.
23. bis 25. November, 20.30 Uhr.