Einkaufszentrum
Ein neues Innengewand soll dem Stücki Besucher bringen

Die Kunden sind in der Shoppingmall in Kleinhüningen noch immer Mangelware. Dennoch will das Stücki-Center nun eine Innenrenovation vornehmen. Hängende Gärten und eine Einkaufsstrasse sollen die Innenräume beleben. Damit einher geht ein Wechsel einiger Mieter.

Jasmin Grasser
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Ein neues Innengewand für das Stücki
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Wasserfall
3-D Spielplatz
grüne Welle
Sitzgelegenheiten
Lichtwald

Ein neues Innengewand für das Stücki

Nicole Nars-Zimmer

Weitläufige freie Flächen mit Granitboden, Massagesessel, ein kleiner Zug, der durch das Stücki fährt und kühles Licht: Bis anhin war die öffentliche Fläche im Einkaufscenter eher trist. Dies soll sich nun ändern. «Die Ladenstrasse hat eine Fläche von ungefähr 10 000 Quadratmetern», sagt Jan Tanner, Center Manager des Stücki. Die neuen Investitionen seien wichtig, um die Kunden zum Verweilen einzuladen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Viel Grün und Spielflächen

Die Anpassungen im Inneren des Stückis seien eine Weiterentwicklung, sagt Tanner. Mittels Kundenbefragungen sei eruiert worden, was den Besuchern fehle.

Bayard kommt

Neuerungen gibt es nicht nur auf der Ladenstrasse, sondern auch bei den Mietern. Bayard, ein deutsches Modeunternehmen wird auf 900 Quadratmeter auf zwei Stockwerken einziehen. Dafür wird die Ladenfläche von Esprit um die Hälfte reduziert und die Lollipop Filiale geschlossen. Aus dem Saturn wird ein Media Markt, alle Angestellten werden übernommen. Neu ist ebenfalls der kleine Feinkostladen Olivia Verde, der Olivenöl verkauft.

Auf Höhe der Migros soll ein grün-blauer dreidimensionaler Teppich als bewegliche Spielwiese für Kinder installiert werden. Die Lampen darüber passen zum neuen Beleuchtungskonzept: Es soll wärmer werden. Dafür sollen «Lichterwälder» im ganzen Center sorgen. Dabei handelt es sich um Schmale, kelchförmige Stehlampen.

Riesiger Luftbefeuchter

Das Highlight im neuen Stücki wird die Wasserwand beim Food-Bereich sein. «Es wird eine der grössten Indoor-Wasserwände in der Schweiz», sagt Tanner. Neben der Optik erfülle diese Neuerung noch einen anderen Zweck: «Die Luft in Einkaufszentren kann schnell stickig werden.» Der Wasserfall werde die Luft befeuchten.

«Bei allen Installationen handelte es sich dabei um eine Neuinterpretation mit erzählender Raumgestaltung», sagt Tanner. Dies sei das Konzept des Düsseldorfer Architektenbüros RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, das die Umgestaltung plant. Das Architekturbüro hatte sich zuvor in einem Wettbewerb durchgesetzt.

Die Kosten belaufen sich auf drei Millionen Franken. Bezahlt wird diese Summe vom Eigentümer der Liegenschaft, der Swiss Prime Site AG. Die Umbauarbeiten werden bis Anfang September abgeschlossen sein. «Sie werden allerdings den laufenden Betrieb nicht stören», sagt Tanner. Präsentiert werden sie der Öffentlichkeit am 27. September, dem Jahrestag der Eröffnung, mit einem Fest.

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