GGG Basel
Die Guten und Gemeinnützigen sahnen Gewinn ab

Die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige fühlt sich wohl im neuen Schmiedenhof: Am Donnerstag präsentierte sie ihre Jahreszahlen.

Dominique Waldmann
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Im Jahresergebnis 2015 verzeichnete die GGG ein Plus von 424'000 Franken. (Archiv)

Im Jahresergebnis 2015 verzeichnete die GGG ein Plus von 424'000 Franken. (Archiv)

Martin Töngi

Vor etwas mehr als einem Jahr eröffnete das neue Zentrum des Vereins GGG Basel im Schmiedenhof. Am Donnerstag wurde der 238. Jahresbericht veröffentlicht. Der Verein unterstützt viele Projekte und ruft selber welche ins Leben. 67 gemeinnützige Organisationen stehen unter dem Patronat der GGG Basel. Der Vorstand bearbeitet jährlich über 400 Beitragsgesuche in den Bereichen Bildung, Familie, Kultur, Soziales und Gesundheit. In den gleichen Bereichen erbringen auch die dreizehn eigenen Organisationen der GGG-Basel Dienstleistungen. Unter anderem setzt sich der Verein für die Integration von Flüchtlingen bei Gastfamilien ein.

Eine prima Bilanz

Das alles scheint gut zu laufen. Im Jahresergebnis 2015 verzeichnete der Verein ein Plus von 424'000 Franken. Zum Vergleich: 2014 verzeichnete er ein Minus von 554'032 Franken. Für den Umbau im Schmiedenhof liess der Staat 10 Millionen fliessen, die GGG zahlte rund 4 Millionen an das «Grossprojekt». Gekostet hat der Umbau des Schmiedenhofes ganze 16 Millionen Franken. Dazu gehören die neue Stadtbibliothek, das Restaurant 1777, der GGG Wegweiser und der GGG Kulturkick. Dr. Ruth Ludwig-Hagemann versieht das Jahr mit Lorbeeren: «Alles läuft gut. Die Kundschaft ist begeistert, wir verzeichnen mehr Besuche und das Restaurant schreibt gute Umsatzzahlen.» Der Verein lieferte Betriebsbeiträge und Vergebungen von fast 6 Millionen Franken. Die bekannteste Organisation des Vereins dürfte die Stadtbibliothek sein. Ihr geht es prima, so der Tenor von Klaus Egli, Direktor der Stadtbibliothek.

Die Zahlen sagen aber etwas anderes: In der Jahresbilanz 2015, genauer in der Erfolgsrechnung, taucht ein Verlust von mehr als 27'000 Franken auf. Egli relativiert: «Aufgrund von Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Umbau der Bibliothek, die nicht durch die Subventionen gedeckt wurden, rechneten wir mit einem Verlust von 500'000 Franken.» Durch «strukturelle» Änderungen, Einsatz der Reserven und 200'000 Franken Kundeneinnahmen konnte dieser Betrag reduziert werden. Für die Zeitperiode von 2016 bis 2019 wird die Stadtbibliothek mit 1.1 Millionen statt wie erhofft 1.5 Millionen Franken subventioniert. Das dürfte für noch mehr Sparmassnahmen sorgen. Trotz allem errechnet die Bibliothek gute Zahlen: 20 Prozent mehr Ausleihen und eine um 15 Prozent gestiegene Besucheranzahl im Vergleich zum Vorjahr 2015 (bz berichtete). Am 11. Juni findet der GGG-Tag statt, mit einem Auftritt von Anna Rossinelli auf dem Rümelinsplatz.

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