Das grosse Aufräumen
Drei abgestürzte Fischergalgen und ungebrauchte Sandsäcke: Bilanz nach dem Hochwasser in Basel

Basel hatte mehrheitlich Glück. Der Rheinpegel war zwar bedrohlich hoch, das Wasser trat jedoch kaum über die Ufer. Dennoch gilt aktuell: Aufräumen.

Silvana Schreier
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Am Hang unterhalb der Grenzacherstrasse sind die Schäden deutlich: An mehreren Stellen gab es Abbrüche.

Am Hang unterhalb der Grenzacherstrasse sind die Schäden deutlich: An mehreren Stellen gab es Abbrüche.

Roland Schmid

Die Fährimänner und -frauen machen die Anlegestellen wieder fit und entfernen das angestaute Schwemmholz. Und der Kanton Basel-Stadt ist weiterhin mit den Auswirkungen am Hang bei der Grenzacherstrasse beschäftigt.

Mittlerweile sind drei Fischergalgen abgestürzt. Das Bau- und Verkehrsdepartement teilt auf Anfrage mit: «Zwei Galgen sind am Freitag in den Fluss gefallen und weggeschwemmt worden. Ein weiterer wurde teilweise beschädigt und konnte am Montag leider ebenfalls nicht mehr gehalten werden.» Wie hoch der Schaden ausfällt, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Warten, bis der Rheinpegel sinkt

Auch die Grenzacherstrasse selbst wird laut Kanton noch gesperrt bleiben:

«Die Strasse ist momentan nicht gefährdet und die Abbruchstellen werden weiterhin mit Gesteinsblöcken gesichert. Die Notfallmassnahme mit der Sicherung der Böschung wird einige Tage dauern.»

Zudem warte man darauf, dass der Wasserpegel sinke. Erst dann sei der Zugang vom Wasser her möglich, um weitere Sicherungsmassnahmen zu treffen und längerfristige Lösungen zu finden. In der Innenstadt werde der Zivilschutz dafür bereits in den nächsten Tagen die gelagerten Sandsäcke wieder abtransportieren, so der Kanton.

Das Hochwasser der vergangenen Tagen fordert seinen Tribut: Drei Fischergalgen sind bisher abgestürzt.
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Oberhalb des abgestürzten Hangs finden aktuell Sicherungsmassnahmen statt.
Die Grenzacherstrasse ist aufgrund der Arbeiten weiterhin gesperrt.
Mit grossen Blocksteinen soll der Hang wieder mehr Stabilität bekommen.
Der Steg der St.Alban-Fähre im Grossbasel muss zuerst noch vom Schwemmholz befreit werden.

Das Hochwasser der vergangenen Tagen fordert seinen Tribut: Drei Fischergalgen sind bisher abgestürzt.

Roland Schmid

FDP kritisiert Regierung wegen Verzögerung

Derweil positioniert sich die Basler FDP mit einem Vorstoss: Dass der Hang bei der Grenzacherstrasse instabil war, habe der Kanton schon länger gewusst. Bereits vor Jahren sei an der Stelle ein Stück Hang abgebrochen. Die Sanierung des betroffenen Teils des Ufers sei für das Frühjahr 2021 vorgesehen gewesen, jedoch nicht wie angekündigt durchgeführt worden, schreibt die Partei in der Interpellation. Von der Regierung wolle man nun wissen, wie es weitergehe, ob die Galgenbesitzer entschädigt würden und was zu den Verzögerungen der Bauarbeiten geführt habe.

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