Coronapandemie
«Wir müssen jetzt durchs Nadelöhr»: Situation in Basler Schulen und Spitälern ist angespannt, aber nicht überlastet

Das Erziehungsdepartement und das Gesundheitsdepartement informieren über die aktuelle Lage im Kanton Basel-Stadt. Schärfere Massnahmen sind nicht nötig, lautet die Einschätzung. Vielmehr setzt die Regierung auf die Impfung sowie die Massentests an den Schulen.

Silvana Schreier und Lea Meister 1 Kommentar
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Lukas Engelberger informiert als Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartement über die Lage in den Spitälern.

Lukas Engelberger informiert als Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartement über die Lage in den Spitälern.

Nicole Nars-Zimmer

«Wir müssen jetzt durchs Nadelöhr», sagt der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (Mitte) an einer Medienkonferenz am Donnerstagmorgen. Er informierte gemeinsam mit Conradin Cramer, Vorsteher des Erziehungsdepartements über die aktuelle Lage. Die Infektionszahlen seien höher als in vorigen Wellen.

Kanton Basel-Stadt

Die Situation auf den Stationen der Basler Spitäler sei angespannt und belastet, aber nicht überlastet, heisst es in der Medienmitteilung. Dank der Impfung, wird ergänzt. Sollte der Personalmangel in den Gesundheitsbetrieben zunehmen, habe der Kantonsärztliche Dienst «zusätzliche Erleichterungen für systemrelevante Betriebe» vorbereitet.

Kanton Basel-Stadt

In den Schulen gelten seit Anfang Jahr verschärfte Massnahmen. Für den Fall, dass die Zahlen dennoch weiter steigen, werden laut Mitteilung derzeit verschiedene Szenarien geprüft. Ziel sei es, die Schulen offen zu halten.

Die Pooltests würden weiterhin durchgeführt werden. «Wir sind sehr bemüht, die Pooltests aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den Prozess weiter zu vereinfachen», sagt Markus Ledergerber, Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes Basel-Stadt. Der Kanton strebt laut Mitteilung aber für alle Stufen die Umstellung auf direktes Depooling in Labors an.

Erziehungsdirektor Conradin Cramer sagt, dass rund ein Dutzend Ordnungsbussen an Eltern erteilt wurden, die sich nicht an die Massnahmen hielten.

Erziehungsdirektor Conradin Cramer sagt, dass rund ein Dutzend Ordnungsbussen an Eltern erteilt wurden, die sich nicht an die Massnahmen hielten.

Nicole Nars-Zimmer

«Nicht auf der Nase herumtanzen lassen»

Nicht alle Eltern schulpflichtiger Kinder seien mit den Massnahmen einverstanden, sagt Cramer an der Medienkonferenz. In gewissen Fällen seien Ordnungsbussen erteilt worden. «In rund einem Dutzend Fälle wurde dieser Schritt bislang nötig», so Cramer.

Es gebe aber ganz wenige, die Probleme machten. Es gebe Eltern, die wollen ein Nullrisiko, andere verweigerten Masken und Testen. Diese Fälle seien sehr anstrengend. Cramer ergänzt: «Die Lehrpersonen und Schulen dürfen sich von denen nicht auf der Nase herumtanzen lassen».

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Manuel Wymann

Wieso macht man auf Primar- und Sekundarschule noch Pooltests und bietet nicht wie auf Gymnasialstufe Einzeltests an? Unterdessen hat es in jeder Klasse jede Woche mindestens 1 positiven Fall und oft müssen dann alle Schüler ein 2. Mal für den PCR antanzen.