Cirque du Soleil
Cirque du Soleil zeigt die fantastische Geschichte der vier Elemente

Das Programm «Dralion» des weltberühmten Cirque du Soleil ist erstmals in Basel zu sehen. Die fantastische Show bietet Artistik, Livemusik und Humor und erzählt dabei die Geschichte der vier Elemente.

Jasmin Grasser
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Cirque du Soleil zeigt die fantastische Geschichte der vier Elemente

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Sachte entschwebt das blau gekleidete Paar an Bändern empor, umarmt sich grazil und hält sich scheinbar mit Leichtigkeit fest: Die Show «Dralion» des Cirque du Soleil beginnt mit der berührenden Liebesgeschichte der Luftgöttin Azala und des Luftjünglings Shine. «Eine Liebe, die – so scheint es – irgendwie nicht sein soll», sagt Julie Desmarais, die Presssprecherin des Cirque du Soleil, verschmitzt. Während der letzten Proben gestern Nachmittag hat sie immer ein wachsames Auge auf die 51 Akrobaten. «Sie sind das erste Mal in der St. Jakobshalle. Sie müssen sich zuerst an die Bühne gewöhnen», sagt sie.

Die Elemente im Einklang

Das Programm «Dralion» des Cirque du Soleil dreht sich um die vier Elemente und deren Balance und Harmonie. «Eigentlich geht es um das Leben», erklärt Desmarais. Während Luft und Erde ausgleichend wirken und die Balance zwischen den Elementen herstellen wollen, befinden sich Feuer und Wasser in einem ausufernden Wettbewerb. Besonders schön und spektakulär ist dieser Konflikt an einer acht Meter hohen und zwölf Meter breiten Wand inszeniert, unter der Trampoline aufgespannt sind. Wer springt höher, wer weiter, wer ist artistischer? Wer ist kühner? Die Männer, die Feuer symbolisieren oder die Frauen, die für Wasser stehen?

Zum Schluss fällt es dem Publikum schwer, sich für ein Geschlecht und damit für ein Element zu entscheiden – die Artisten springen die finalen Figuren zusammen. Aus dem Wettbewerb wird so eine gemeinsame Performance, die so schnell ist, dass man den einzelnen Akrobaten kaum folgen kann.

Beeindruckende Körperkontrolle

Virtuos ist auch die Jongliernummer: Am Anfang wirbeln drei Bälle durch die Luft, am Ende der Nummer sind es sieben. Bei solchen körperlichen Höchstleistungen kann schnell etwas schiefgehen. «Jahrelange Übung ist der Schlüssel zum Erfolg», erklärt Desmarais lächelnd. Sie ist, obwohl sie die Show unzählige Male gesehen hat, immer noch beeindruckt. «Es gibt Szenen, die immer berühren und erstaunen», sagt sie. Faszinierend ist nicht nur das Können der Akrobaten, sondern auch ihre fantasievollen, ausdrucksstarken Kostüme und Make-ups, die einen in eine andere Welt entführen. Die Bühnenoutfits werden in Montreal gefertigt. «Weltweit sind täglich vier Mitarbeiter unterwegs, die sich um die Kostüme kümmern», sagt Desmarais. Jede der weltweit aufgeführten Shows entwickeln unterschiedliche Teams während rund zweier Jahre.

«Dralion» wurde bereits 1999 uraufgeführt. Seither sind die Dralions – eine Mischung aus Drachen und Löwen, nach denen die Show benannt wurde – fester Bestandteil des bunten Programms. Dabei sei es nicht einfach gewesen, die Komposition, die ursprünglich für Zelte konzipiert war, in Hallen umzusetzen. «Erst seit 2010 funktioniert diese Abwandlung», erklärt Desmarais.

Unterstützt werden die faszinierenden Leistungen der Akrobaten von einem ausgeklügelten Licht- und Musikkonzept. Die Stücke, die eigens für die Show komponiert werden, unterstreichen die Emotionen der Aufführung. So ist das Stück, das die Akrobaten beim Balancieren auf einer Hand begleitet, genau so ruhig und anmutig wie die Darbietung selbst. Zwischen der Akrobatik, dem Seilspringen und den Diabolo-Choreografien sorgen Clowns für eine Auflockerung im Programm und geben dem Publikum einen Moment, um sich vom Staunen zu erholen.

Cirque du Soleil. Dralion 11. bis 15.
Dezember 2013, St. Jakobshalle Basel.