Wachstumsschub
Auf dem Stücki-Areal sollen bis zu 2000 neue Stellen entstehen

Der Stücki Business Park wird um 70 Prozent vergrössert. Dort könnten zwischen 1500 und 2000 neue Stellen in den Bereichen Labor und Büro entstehen, sagen involvierte Immobilienfachleute. Die Investition beläuft sich auf rund 100 Millionen Franken.

Stefan Schuppli
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Stücki Business-Park: Die vier neuen «Fingerdocks» sollen bis 2023 gebaut sein (Visualisierung von Swiss Prime Site).ho

Stücki Business-Park: Die vier neuen «Fingerdocks» sollen bis 2023 gebaut sein (Visualisierung von Swiss Prime Site).ho

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Auf dem Stück-Areal soll nicht nur der Konsum-Kommerz mit 18 Kinosälen neuen Schub bekommen. Auch die wissenschaftsnahe Industrie soll hier Entfaltungsmöglichkeiten erhalten, und zwar 27 000 Quadratmeter. Damit wird bis 2023 die nutzbare Fläche des Stücki Business-Parks um 70 Prozent vergrössert. Nach Angabe des Areal- und Immobilienentwicklers Swiss Prime Site (SPS), der vergangene Woche diese Expansion mitgeteilt hat, könnten in diesen vier angebauten «Docks» zwischen dem bisherigen Business-Park (oder auch «Science-Park») und dem Stücki-Einkaufszentrum 1500 bis 2000 Arbeitsplätze im Büro- und Laborbereich entstehen. Das Investment beläuft sich auf rund 100 Millionen Franken. «Wir begrüssen die geplanten Investitionen der SPS im Stücki sehr, weil dadurch der Engpass bei den Geschäftsimmobilien in Basel-Stadt etwas entschärft wird», sagt der Basler Wirtschaftsminister Christoph Brutschin,

Miete auf Reserve

Der bestehende Business-Park ist bereits recht gut ausgelastet. Neben Medtechfirma Medartis ist seit kurzem auch Lonza mit Speziallabors zur Qualitätssicherung und Formulierungen für biologische Wirkstoffe aktiv. Beide expandieren. Die auf Fixierung von Knochenbrüchen spezialisierte Medartis hatte schon früher ein Stockwerk auf Reserve angemietet, um nicht gleich wieder wegziehen zu müssen. Lonza fasst eine weitere Expansion auf 100 Angestellte ins Auge (die bz berichtete).

Auch der dort angesiedelte Technologiepark für wissenschaftsbasierte Jungunternehmen ist in stetigem Wachstum begriffen. Brutschin: «Es freut mich, dass der vom Kanton betriebene Technologiepark Basel offenbar weiter dazu beiträgt, dass sich innovative Firmen für eine Ansiedlung im Stücki Science-Park interessieren.»

Gemäss SPS fänden mit potenziellen Mietern «viele Gespräche» statt. Mit der Verbindung eines Einkaufs- und Kinozentrums mit einem Science-Park würde SPS völlig neue Wege beschreiten, was in dieser Form in der Schweiz einmalig sei.

Das Einkaufscenter selbst soll neu aus ungefähr gleichen Teilen für Kino, Gastronomie/Erlebnis und Shopping bestehen. Die Abhängigkeit von reinem Shopping werde künftige «eher gering ausfallen», heisst es bei der SPS.

25 bis 30 Millionen für Kinos

All diese Schritte würden, zusammen mit dem benachbarten Hotel, zu höheren Besucherzahlen beitragen, hofft die SPS. Alleine die Investition für die Kinos dürfte sich zwischen 25 und 30 Millionen bewegen, bestätigt die Kinobetreiberin Arena eine bz-Schätzung.

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