Schweizer Cupfinal

Alles andere als ein Kassenschlager: Der FC Basel und Thun kriegen das Stadion nicht voll

Auch beim Anpfiff im 2014 blieben viele Plätze im Stade de Suisse unbesetzt. (Archiv)

Auch beim Anpfiff im 2014 blieben viele Plätze im Stade de Suisse unbesetzt. (Archiv)

Ja will denn keiner im Stadion miterleben, wie der FC Basel den ersten Titel seit dem Präsidenten-Wechsel 2017 holt?

Seit der Winterpause gibt es beim FCB nur noch ein Ziel: den Cupsieg. Dieser Titel soll eine verkorkste Saison im Rückblick zumindest etwas erträglicher gestalten. Er wäre Balsam für die vielen rotblauen Herzen, die in den letzten beiden Saisons nicht viel zu feiern hatten.

Und trotzdem ist das Spiel von Sonntag gegen Thun alles andere als ein Kassenschlager. Nur 5500 Tickets hat der FCB selber verkauft. Dabei haben beide Finalteilnehmer Anrecht auf 11'000 Tickets. Doch wenn sie diese nicht verkaufen, können die Vereine die bestellten Tickets nicht mehr zurückgeben. Deshalb entschied sich der FCB, nur die Hälfte des Kontingents auszuschöpfen.

Mehr Thuner als Basler im Vorverkauf

Auch Thun hat nur 6800 Tickets verkauft. Das sind zwar ein paar mehr als der FCB, aber auch im Berner Oberland bricht wegen der zweiten Cupfinal-Teilnahme der Historie des FC Thun jetzt nicht gerade die grosse Euphorie aus.

Trotz Vorverkaufsrückstand hofft die Muttenzerkurve, dass am Ende mehr Basler als Thuner Fans ins Stade de Suisse pilgern. Beim Heimspiel gegen Luzern forderten die FCB-Fans am Mittwoch mit einem Banner dazu auf, am Sonntag doch bitte nach Bern zu fahren. Insgesamt 29'000 Zuschauer könnten dem Cupfinal im Stade de Suisse beiwohnen. Die Billette, die nicht von den Vereinen verkauft oder anderweitig besetzt sind, sind aktuell im freien Verkauf und können über Ticketcorner bestellt werden.

Ein Minusgeschäft für den Verband

Bis gestern konnten laut dem Schweizerischen Fussball-Verband insgesamt knapp 21'000 Tickets verkauft werden. Es scheint illusorisch, dass die verbleibenden rund 8000 Plätze alle noch einen Besitzer finden. «Stand jetzt, werden wir nicht ausverkauft sein», sagt SFV-Sprecher Marco von Ah. Er sieht die Schuld für das Wegbleiben der Fans nicht bei der Preispolitik des Verbands. Für An- und Abreise mit dem öV und Eintritt im Fansektor zahlt der Fan in diesem Jahr 50 Franken. Weil das Stadion nicht ausverkauft sein wird, dürfte der Cupfinal für den SFV am Ende ein Minusgeschäft in Höhe von 400'000 bis 500'000 Franken darstellen.

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