Mercedes
Der Citan für alle Fälle

Lange ist’s her, dass Mercedes bei den ganz kleinen Nutzfahrzeugen mitmischte. Da genau dieses Segment boomt ist Mercedes dank der Kooperation mit Renault auch bei den Mini-Lastern am Start.

Markus Chalilow
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Mercedes-Benz Citan

Mercedes-Benz Citan

HO

Er ist schon hübsch, der enue Transporter aus Stuttgart, der sich Citan nennt. Der Name – eine Mercedes-Wortschöpfung – führt die Begriffe City und Van zusammen. Wobei, ein neuer Lieferwagen aus Stuttgart stimmt so nicht. Denn wie in diesem Bereich üblich, ist auch der Citan das Resultat einer Kooperation. Der Mercedes ist ein optisch und technisch veränderter Renault Kangoo, seines Zeichens eines der erfolgreichsten Fahrzeuge in dieser Klasse. Er wird sogar im selben Werk wir der Renault produziert. Doch, es ist nicht einfach ein Franzose, dem der Mercedes-Stern an die Frontpartie gepappt wurde. Denn anders als bei solchen Kooperationen üblich, hat man bei Mercedes richtig viel Hirnschmalz investiert um den Renault zu einem richtigen Benz zu machen. Und, es ist den Ingenieuren tatsächlich gelungen, den Citan nicht nur vom Erscheinungsbild her deutlich vom Renault zu differenzieren.
So hat man es beim Citan nicht damit belassen, zum Beispiel die Front komplett umzugestalten. Auch im Innenraum hat man viel investiert: damit sich bestehende Mercedes-Kunden nicht zu stark umgewöhnen müssen, wurde im Innenraum extrem viel geändert. So entspricht das Bedienkonzept nun den Mercedes-Standards, so zum Beispiel der bekannte, «fette» Blinkerhebel mit integrierter Scheibenwischerfunktion. Der Renault hat für Blinker und Scheibenwischer zwei Lenkstockhebel. Auch der ganze Armaturenträger wurde den Mercedes-Vorgaben angepasst. Doch das sind nur einige der sichtbaren Details. Nicht zu sehen sind die Veränderungen unter dem Blech. Besonders im Bereich der Rostvorsorge aber auch bei der Fahrwerksabstimmung und Karrosseriesteifigkeit hat man bei Mercedes viel investiert. Entsprechend läuft der Citan zwar im selben Werk wie der Kangoo vom Band, allerdings auf einer separaten Montagelinie.
Bestellbar ist der Citan ab sofort mit drei Radständen (231, 270 und 308 cm) und Aussenlängen (393, 432 und 470 cm). Daraus resultieren Lederaumvolumina zwischen 2,4 und 3,8 Kubikmeter. Das Angebot entspricht also exakt jenem, dass auch beim Renault-Händler verfügbar ist. Und natürlich lässt sich jedes Modell individuell den Bedürfnissen anpassen. So kann man zum Beispiel bei fast allen Varianten wählen, ob man hinten lieber zwei Flügeltüren oder eine Heckklappe hätte. Oder eine oder gleich zwei Schiebetüren. Auch die Auswahl bei den Motoren ist gross. Obwohl Mercedes auch bei den Triebwerken Hand angelegt hat, kommen die Motoren allesamt aus dem Renault-Regal. Den altbekannte 1500er-Diesel gibt in drei Leistungsstufen (75 bis 110 PS), der einzige Benziner im Programm (der moderne 1200er-Downsizingmotor) leistet 114 PS. Noch nicht im Angebot ist ein eine Automatikversion, doch diese soll bald folgen. So lange darf oder muss man je nach Motorisierung ein Fünf- oder Sechsganggetriebe bedienen. Mit den kleinen Aggregaten ist der Citan sehr sparsam. Je nach Fahrzeuglänge und Triebwerk soll der kleine Benz mit nur 4,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer auskommen.

Mercedes-Benz Citan

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