Der Tesla Model3 zählt zu den meist beachteten Autos derzeit. Denn nach anfänglichen Produktionsschwierigkeiten scheint der US-Stromer nun durchzustarten - und kommt auch in Europa an. So gesehen kommt die Schwedische Antwort auf den Amerikaner gerade rechtzeitig. Volvo am Genfer Salon dieses Jahr nicht präsent, schickt dafür aber Polestar mit einem eigenen Stand. Die Tochtermarke steht für sportliche Modelle mit alternativem Antrieb. Den Anfang machte der Polestar1, ein Plug-in-Hybrid-Coupé mit 600 PS, das demnächst auf die Strasse rollen will.

Der nächste Schritt ist folglich der Polestar2, den die Schweden nun in Genf zeigen. Der Polestar2 setzt, im Gegensatz zum Erstlingswerk der Marke, auf rein elektrischen Antrieb. Der soll 408 PS und 660 Nm Drehmoment mobilisieren, wodurch der Allradler in weniger als fünf Sekunden auf 100 km/h sprintet.

Sportliche Ziele setzt sich Polestar auch bei der Reichweite: 500 Kilometer gemessen im realitätsnahen WLTP-Zyklus sollen es werden. Möglich wird dies durch eine Batterie mit 78 kWh Speicherkapazität, die im Unterboden verbaut wird. Hinzu kommen futuristisches Design aussen, unter anderem mit scharf gezeichneten LED-Leuchten, ein aufgeräumtes Cockpit mit grossem Touchscreen und interessante Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel ein schlüsselloser Zugang via Smartphone. Das klingt nach einem vielversprechenden Plan - der auch 2020 noch konkurrenzfähig sein dürfte. Dann nämlich will Polestar in China mit der Produktion des E-Autos starten.

Die Preise sind noch nicht bekannt, doch lässt Polestar in einer Pressemitteilung schon durchblicken, wonach man sich diesbezüglich wohl richten wird: 39 900 bis 59 900 Euro (umgerechnet rund 45 000 bis 68 000 Franken); so viel koste nämlich ein Tesla Model3 im Euro-Raum.