Passt das, oder passt es nicht? Mit dem Hyundai i10 lautet die Antwort fast immer: Es passt, wenn man sich auf die innerstädtische Parkplatzjagd begibt.

Knapp 3,67 Meter lang und 1,66 Meter breit. Damit zählt der Koreaner zu den Kleinsten – fast. Deutlich kleiner als ein VW Polo, aber eben doch noch ein Stückchen grösser als ein VW up! oder ein Peugeot 108. Dieses Stückchen mehr sorgt dafür, dass der i10 trotz seiner Wendigkeit eben doch noch geräumig bleibt: 252 bis 1046 Liter fasst der Kofferraum. Hinten sitzt es sich angenehm mit genügend Kopffreiheit.

Für Fahrer und Beifahrer bietet der i10 genügend Platz, eine angenehme Sitzposition und zahlreiche Ablageflächen. Das passt.

Im Cockpit macht der Koreaner klar, dass er kein modernes Hightech-Wunderkind sein will, sondern ein simpler Begleiter. Das Navi wirkt zwar nicht sonderlich modern – doch dafür gibt die Bedienung keine Rätsel auf, Naviziel und Radiosender lassen sich auf dem Touchscreen einfach und schnell finden. Mehr braucht man schliesslich auch nicht.

Stressfrei unterwegs

Ähnlich simpel bleibt der i10, wenn es ums Fahren geht. Zur Wahl stehen zwei Benzinmotoren mit drei oder vier Zylindern. Im Testwagen sorgt der stärkere 1,2-Liter-Saugmotor für den Antrieb. Er ist dem nur gut 1100 kg leichten i10 durchaus gewachsen, muss aber mit etwas Drehzahl bei Laune gehalten werden. Daher ist die serienmässige Handschaltung klar zu bevorzugen; optional ist eine vierstufige Automatik erhältlich.

Mit seinen 87 PS ist der kleine Koreaner für den Alltag in der Stadt gut gerüstet und auch auf der Autobahn mühelos dabei; wer zügiger beschleunigt, stellt allerdings fest, dass der Motor dann eher zäh und rau wirkt.

Das ist aber insofern leicht zu verschmerzen, als der i10 auch fahrwerkseitig auf Komfort ausgelegt wurde. Der Winzling ist weich abgestimmt und federt Unebenheiten gut weg. Auch innerstädtisches Kopfsteinpflaster verkraftet er mühelos.

Budgetbewusst fahren

Wer stressfrei unterwegs ist, wird mit dem i10 auch mit wenig Verbrauch fahren. Das Werk veranschlagt durchschnittlich 4,9 l/100 km, was der Kleine im Test mit 5,3 l/100 km auch fast einlösen konnte.

Kommt hinzu, dass der i10 ohnehin schon ein gutes Angebot ist. Er bietet ordentlich Platz, komfortable Fahreigenschaften und vernünftigen Verbrauch. Zudem ist er im Interieur anständig verarbeitet und wirkt durchweg solide – was Hyundai mit fünf Jahren Garantie ohne Kilometerbeschränkung untermauert.

Die Basisversion ist schon ab 9900 Franken zu haben. Empfehlenswert ist jedoch der stärkere 1,2-Liter-Motor mit Handschaltung. Der ist ab 15 840 Franken zu haben, kommt dann aber auch schon mit zahlreichen Ausstattungsoptionen wie DAB-Radio, Freisprecheinrichtung oder beheizbarem Lenkrad. Die Top-Variante mit Navigationssystem und voller Ausstattung und 15-Zoll-Felgen kostet 18290 Franken. Lediglich die abgedunkelten Scheiben hinten sind hier noch als Option erhältlich. Damit bietet der i10 sehr viel Stadt-Auto fürs Geld. Und passt damit nicht nur gut in die Parklücke, sondern auch ins Budget.