Mit dem Einsatz verhinderten die Polizisten einen Marsch der Studenten zur Zentrale der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Der Protest richtete sich gegen die Hochschulpolitik der Regierung sowie gegen gewalttätige Einsätze der Polizei gegen frühere Studentendemonstrationen.

Im Dezember waren Polizisten mit grosser Härte gegen demonstrierende Studenten in Istanbul vorgegangen; damals erlitt eine junge Frau nach Schlägen und Tritten von Beamten eine Fehlgeburt.

Erdogan zog anschliessend den Zorn der Studenten auf sich, indem er die Polizeiaktion verteidigte, den Studenten Verbindungen zu extremistischen Gruppen vorwarf und die Medien wegen der Berichterstattung über den Polizei-Einsatz kritisierte.