Westerwelle reagierte gelassen auf die Verbalattacke des weissrussischen Präsidenten. "Diese Äusserung richtet sich selbst", sagte der FDP-Politiker am Montag. "Ich werde auch nach diesen Äusserungen keinen Millimeter von meinem Engagement abrücken für Menschenrechte und Demokratie in Weissrussland."

Es ist nicht das erste Mal, dass Lukaschenko Westerwelle öffentlich wegen dessen Homosexualität angreift. Im Februar 2011 hatte er ihm nach eigenen Angaben "Auge in Auge" geraten, ein "normales Leben" zu führen. Bei dem Vorfall war auch Sikorski anwesend. Lukaschenko entschuldigte sich später zwar, betonte aber, Schwule nicht leiden zu können. (sda)