Das erklärte der Leiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM), António Vitorino, am Sonntag. Demnach sind unter den Absturzopfern Mitarbeiter von mindestens fünf Uno-Organisationen oder mit den Vereinten Nationen verbundenen Organisationen: Dem Welternährungsprogramm WFP, dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Uno-Umweltprogramm UNEP, der Weltbank und der Internationalen Fernmeldeunion.

Zuvor hatte ein Uno-Vertreter in New York von mindestens zwölf toten Uno-Mitarbeitern gesprochen. Sie seien auf dem Weg zu einer Konferenz des Uno-Umweltprogramms in Nairobi gewesen.

Die Boeing 737 MAX war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start von Addis Abeba Richtung Nairobi mit 157 Insassen an Bord abgestürzt. Der Pilot hatte nach Angaben der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines Probleme gemeldet und um die Erlaubnis gebeten, kehrt zu machen. Kurze Zeit später zerschellte die Maschine. Alle Insassen kamen ums Leben. Diese hatten 33 verschiedene Nationalitäten. Laut dem Schweizer Aussendepartement befanden sich keine Schweizer an Bord.

Es war bereits das zweite tödliche Unglück einer Boeing 737 MAX innerhalb von fünf Monaten. Im Oktober war eine Maschine dieses Typs der Fluggesellschaft Lion Air vor der indonesischen Küste abgestürzt, ebenfalls kurz nach dem Start. Bei dem Unglück kamen alle 189 Menschen an Bord ums Leben.