Die Vorfälle in dem Gesundheitszentrum der University of Southern California (USC) sollen zwischen 2009 und 2016 passiert sein, wie die Staatsanwaltschaft in Los Angeles mitteilte. Der am Mittwoch festgenommene Arzt, der bis 2017 an der Universität gearbeitet hatte, wies die Vorwürfe zurück. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu 53 Jahre Haft.

Laut der Anklage soll der Gynäkologe Studentinnen bei Untersuchungen unter anderem unangemessen berührt und ihre Geschlechtsteile fotografiert haben. Die Polizei ging mehr als 130 Beschwerden nach. Die Vorwürfe von Studentinnen waren 2018 ans Licht gekommen.

Hunderte Frauen gehen auch mit Zivilklagen gegen den Arzt oder die Universität vor. Die Belästigungen sollen bis in die 1990er Jahre zurückgehen. Die Universität habe Beschwerden von Patientinnen oder Krankenschwestern lange ignoriert, hiess es. Im vorigen Herbst hatte die Hochschule zugestimmt, in einer Sammelklage Hunderter Frauen eine Entschädigung von 215 Millionen Dollar zu zahlen.