Ihre Fehler bei Restaurierungsarbeiten mehrere Jahre zuvor hätten zum Einsturz eines Wohnheims bei dem Erdbeben vom 6. April 2009 geführt. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstagabend. Insgesamt starben bei der Katastrophe in der Erdbebenregion damals mehr als 300 Menschen, weite Teile der Stadt wurden zerstört.

Drei Angeklagte wurden in erster Instanz zu Haftstrafen von jeweils vier Jahren verurteilt, einer muss zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Die Anwälte der Verurteilten hatten schon zuvor für den Fall eines Schuldspruchs angekündigt, gegen die Urteile vorgehen zu wollen.

Vier weitere Angeklagte wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Zwei weitere weil das Gericht dem Bericht zufolge nicht zuständig war.

Im vergangenen Jahr waren sieben Erdbeben-Experten in L'Aquila wegen ungenügender Warnung vor Erdstössen ebenfalls zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Diese Urteilssprüche hatten in der Fachwelt Empörung und Unverständnis ausgelöst.