Bereits im Februar und März hatten Studenten dort nach dem Tod eines verhafteten Studenten gegen die Regierung demonstriert. Dabei waren fünf Menschen ums Leben gekommen.

Zudem weitete sich die vier Tagen andauernde Meuterei von Soldaten Faso auf eine vierte Stadt aus. Soldaten und Polizisten seien in der Nacht zum Montag auf die Strassen von Kaya etwa hundert Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Ouagadougou gegangen, sagten Augenzeugen.

Die Sicherheitskräfte hätten bis 6 Uhr morgens (8 Uhr MESZ) Schüsse in die Luft abgegeben. Die Meuterer hätten das Haus eines ranghohen Armeebeamten angezündet und das eines weiteren geplündert. Es war das erste Mal, dass sich Polizisten am Aufstand beteiligten.

Der Aufstand war am Donnerstag in Ouagadougou in der Präsidentengarde von Staatschef Blaise Compaoré ausgebrochen und hatte zunächst weitere Garnisonen der Hauptstadt des westafrikanischen Landes erreicht. Später folgten die Städte Pô und Tenkodogo - in ihnen und in Ouagadougou blieb die Lage am Montag zunächst ruhig. Die Rebellion hat unter anderem mit den zuletzt stark gestiegenen Lebensmittelpreisen zu tun.