Irland

Sinn-Fein-Vorsitzender Adams wechselt nach Irland

Gerry Adams (Archiv)

Gerry Adams (Archiv)

Der Vorsitzende der pro-irischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, will seinen Sitz in der nordirischen Regionalversammlung sowie im britischen Parlament in London niederlegen. Er werde stattdessen bei der Wahl in der Republik Irland antreten.

Er werde bei der Parlamentswahl in der Republik Irland vom kommenden Jahr kandidieren, sagte der 62-Jährige am Sonntag. Die katholische Sinn-Fein-Partei galt lange als politischer Arm der radikalen Irisch Republikanischen Armee (IRA).

Im nordirischen Friedensprozess nahm sie in den vergangenen Jahren dann aber eine zentrale Rolle ein. Nach dem Friedensschluss vom Karfreitag 1998 ist Sinn Fein heute Teil der Regierungskoalition.

Adams betonte in einer Rede vor republikanischen Unterstützern, er wolle der Republik Irland in der schweren Finanzkrise, die das Land derzeit durchlebt, zur Seite stehen.

Beobachter vermuteten, der Wechsel sei Teil einer neuen Strategie, mit der Sinn Fein die Präsenz in der Republik Irland verstärken wolle, um nicht mehr länger vor allem als Nordirland-Partei zu gelten. Sinn Fein hat fünf gewählte Abgeordnete in Nordirland sowie vier im Parlament der Republik Irland.

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