Extreme Hitze

Sie schwitzen jetzt schon? Dann seien Sie froh, sind Sie nicht in Bagdad!

Da hilft nur noch eine kalte Dusche: Die irakische Hauptstadt Bagdad leidet unter Rekordhitze.

Da hilft nur noch eine kalte Dusche: Die irakische Hauptstadt Bagdad leidet unter Rekordhitze.

Die irakische Hauptstadt vermeldet heute einen Temperatur-Rekord: 51,8 Grad. Auch der Stadtfluss bietet keine Abkühlung.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad herrschen gerade höllische Temperaturen. Auf 51,8 Grad Celsius kletterte das Thermometer am Mittwoch. Der alte Rekordwert von 51,0 Grad vom 30. Juli 2015 hat damit keine Gültigkeit mehr. Noch heisser – nämlich 52,1 Grad – ist es in der süd-irakischen Stadt Amarah unweit der iranischen Grenze.

Die extreme Hitze ist für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Was den Menschen zu schaffen macht, sind die häufigen Stromausfälle. Die Klimaanlagen kühlen dann nicht mehr und auch das Wasser kann vielerorts nicht mehr in die Häuser gepumpt werden.

Der Tigris wird zum natürlichen Thermalfluss

Zur Abkühlung bleibt dann nur noch ein Bad im Fluss Tigris, der während der Sommermonate gut 30 Grad warm ist und Niedrigwasser führt. Relativ erträglich wird es für die Menschen in Bagdad erst kurz vor Mitternacht, wenn nordwestliche Winde vom nahen Thartharsee die ersehnte Abkühlung bringen. Die Restaurants beginnen sich dann zu füllen.

Oft sitzen die Iraker bis zum Morgengrauen, der kühlsten Zeit des Tages, bei einer Wasserpfeife und einem Glas Tee am Tigrisufer. Geschäfte und Behörden öffnen um 7 Uhr und schliessen gegen Mittag, wenn die zehnstündige «Siesta» beginnt.

Auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde am Mittwoch mit 46 Grad ein neues Rekordhoch erreicht. Unter der extremen Hitzewelle leiden auch die Libanesen. Hinzu kommen Stromausfälle, die in dem von einer schweren Wirtschaftskrise geplagten Mittelmeeranrainerstaat noch häufiger sind als im Irak.

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