Explosionen

Serie von Sprengstoff-Anschlägen sucht Schweden heim – Polizei vermutet Hintergründe im Bandenmilieu

Eine Person wurde bei der Explosion in Husby in der Nähe von Stockholm verletzt.

Eine Person wurde bei der Explosion in Husby in der Nähe von Stockholm verletzt.

Die Serie von vorsätzlich herbeigeführten Explosionen in Schweden geht auch im neuen Jahr weiter. Am Mittwochmorgen detonierte in einem Mehrfamilienhaus in Norrköping eine Sprengladung, die im Treppenhaus deponiert war. Einige Bewohner wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Am Dienstag waren in zwei Wohnblöcken in den Stockholmer Stadtteilen Husby und Kista Sprengsätze hochgegangen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einem Anschlag in Östermalm vorige Woche, wo eine heftige Explosion ein Mehrfamilienhaus beschädigt hatte. Die Ermittler bezeichneten es als Glücksfall, dass niemand verletzt wurde. Das Haus sei evakuiert worden, teilte die Polizei mit. 30 Personen hatten in Östermalm das  Haus verlassen müssen.

Zum Anschlag in Östermalm teilte die Polizei mit, dass es keinen Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund gebe. Augenzeugenberichten zufolge war die Explosion noch kilometerweit entfernt in anderen Teilen Stockholms zu hören. «Das war eine der kräftigsten Explosionen, die wir bislang in dieser Region gehabt haben», sagte Stockholms Polizeichef Erik Widstrand am Nachmittag auf einer Pressekonferenz. 

Schweden erlebt seit dem vergangenen Jahr einen rapiden Anstieg an vorsätzlich herbeigeführten Explosionen, auch in der Region Stockholm. Die Polizei vermutet die Hintergründe im Bandenmilieu. Die Täter werden nur selten gefasst. 

Meistgesehen

Artboard 1