Spanien

Regierungskrise in Katalonien: Regionalchef kündigt Neuwahl an

Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat Neuwahlen des Regionalparlaments angekündigt. (Archivbild)

Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat Neuwahlen des Regionalparlaments angekündigt. (Archivbild)

Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat mit der Ankündigung einer Neuwahl auf eine Regierungskrise in der spanischen Region reagiert. Er werde die Neuwahl des Regionalparlaments nach der Verabschiedung des Regionalhaushalts ausrufen.

Das sagte Torra am Mittwoch im katalanischen Parlament in Barcelona. Ob er einen bestimmten Termin für die Abstimmung in Erwägung zieht sagte der Chef des liberal-separatistischen Bündnisses JuntsXCat nicht.

Die Regierungskrise war am Montag ausgebrochen, als der Vorstand des Regionalparlaments Torra den Abgeordnetenstatus entzog. Zuvor hatte die spanische Justiz gegen den Regionalpräsidenten wegen Ungehorsams ein 18-monatiges Amtsverbot verhängt, weil dieser sich vor der nationalen Parlamentswahl im April 2019 geweigert hatte, Separatisten-Symbole von öffentlichen Gebäuden zu entfernen, obwohl die Wahlbehörde dies angeordnet hatte.

Die Frage, ob Torra auch ohne Sitz im Parlament weiter regieren darf, spaltete daraufhin auch das Lager der regierenden Separatisten. Der linksgerichtete Koalitionspartner ERC, der wie JuntsXCat und andere Gruppierungen die Unabhängigkeit der Region von Spanien anstrebt, meinte, Torra müsse als Regionalpräsident zurücktreten.

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