USA

Proteste in USA gehen auch vor Weissem Haus weiter

Angesichts der Ausschreitungen bei Demonstrationen haben fast 40 Städte in den USA strenge Ausgangssperren verhängt - darunter die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, Washington.

Angesichts der Ausschreitungen bei Demonstrationen haben fast 40 Städte in den USA strenge Ausgangssperren verhängt - darunter die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, Washington.

Die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt und Brutalität gegenüber Afroamerikanern gehen auch in der Hauptstadt Washington weiter. Vor dem Weissen Haus versammelten sich am Sonntag (Ortszeit) erneut Demonstranten.

Polizisten riegelten die Regierungszentrale von Präsident Donald Trump allerdings ab. Die Protestierenden zogen daraufhin weiter, wurden aber bereits nach etwa 100 Metern von einer Polizeisperre aufgehalten, wo es vereinzelt zu Gerangel kam. Sicherheitskräfte wurden mit Plastikflaschen beworfen. Demonstranten nahmen einem Beamten seinen Schlagstock ab. Die Protestler skandierten "Kein Frieden ohne Gerechtigkeit".

Bereits in den Tagen zuvor hatte es Proteste vor dem Weissen Haus gegeben. Am Samstag hatte Trump auf Twitter gedroht, hätten Demonstranten die Zäune der Regierungszentrale durchbrochen, wären sie mit den "bösartigsten Hunden und den bedrohlichsten Waffen" konfrontiert und schwer verletzt worden.

Harte Massnahmen

Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, ordnete für die Nacht eine Ausgangssperre an - von 23 Uhr am späten Sonntagabend bis 6 Uhr am Montagmorgen (Ortszeit). Sie forderte zur Unterstützung der Polizei auch Kräfte der Nationalgarde an.

Auslöser der Proteste, die am Sonntag in zahlreichen Städten andauerten, ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. In Minnesota und in mehreren anderen Bundesstaaten wurde die Nationalgarde bereits mobilisiert, nachdem Demonstrationen in Unruhen und Plünderungen ausgeartet waren.

Die Nationalgarde gehört zur Reserve der US-Streitkräfte und kann in Bundesstaaten in Ausnahmesituationen zu Hilfe gerufen werden. Nach Angaben des Senders CNN verhängten insgesamt fast 40 Städte in den USA angesichts der Proteste die Ausgangssperren.

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