Wahlen in Grossbritannien

Premierministerin May verspielt die absolute Mehrheit

Unter verschärften Sicherheitsbedingungen hat Grossbritannien sein neues Parlament gewählt.

Sensation an der Themse: Die Briten haben Premierministerin Theresa May bei der Unterhauswahl offenbar das angestrebte neue Mandat verweigert. Bei Redaktionsschluss lautete die gemeinsamen Prognose der grossen TV-Sender, dass die konservative Partei der Regierungschefin lediglich 314 Sitze und damit weniger als vor zwei Jahren (330) erhielt. Grosser Gewinner ist die Labour-Opposition unter ihrem dezidiert linke Positionen vertretenden Vorsitzenden Jeremy Corbyn: Im neuen Unterhaus dürfte sie statt wie bisher mit 232 Mandaten diesmal mit etwa 266 Abgeordneten vertreten sein.

Die 650 Wahlkreise können vom Landestrend abweichen; detaillierte Ergebnisse wurden erst für heute morgen erwartet.

Offenbar machten bis zur Schliessung der Urnen um 22 Uhr Ortszeit mehr der gut 46 Millionen Stimmberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch als vor zwei Jahren (66 Prozent). Angaben der Behörden zufolge hatten sich bis zum Stichtag vor zweieinhalb Wochen mehr als eine Million junger Leute unter 35 Jahren ins Wahlregister eintragen lassen. Dies hatte vor allem bei Labour grosse Hoffnungen auf einen Stimmenzuwachs ausgelöst.

Nach dem vorläufigen Ergebnis steht eine schwierige Regierungsbildung bevor. 

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