Guinea

Präsidentenwahl in Guinea: Opposition spricht von Wahlfälschung

Eine Wählerin gibt in der Hauptstadt Conakry ihre Stimme ab. Foto: Sadak Souici/AP/dpa

Eine Wählerin gibt in der Hauptstadt Conakry ihre Stimme ab. Foto: Sadak Souici/AP/dpa

Nach der Präsidentenwahl in Guinea hat die Opposition der Regierungspartei Wahlfälschung vorgeworfen. In der Region Upper Guinea hätten Wähler «am helllichten Tag vor den Behörden» mehrere Stimmzettel abgegeben, kritisierte der Vize-Präsident der führenden Oppositionspartei UFDG, Fodé Oussou Fofana.

Am frühen Montagmorgen gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Unterstützer der Opposition in der Hauptstadt Conakry vor, wie ein dpa-Reporter berichtete. Wie das Sicherheitsministerium nach der Abstimmung mitteilte, konnten trotz vereinzelter Proteste die Wählerprotokolle in Conakry ohne Probleme von den Wahllokalen zu den zentralen Stellen transportiert werden.

Nach Monaten der Spannungen und gewalttätiger Proteste wählten die Bürger des westafrikanischen Landes am Sonntag einen neuen Präsidenten. Die Ergebnisse werden innerhalb von drei Tagen erwartet.

Der seit 2010 amtierende 82-jährige Alpha Condé bewarb sich für eine dritte Amtszeit. Ihm werden Stabilität und Wirtschaftsreformen zugeschrieben, Kritiker werfen ihm aber eine zunehmend autoritäre Regierungsführung vor. Er konnte sich nur wegen einer im März per Referendum beschlossenen umstrittenen Verfassungsänderung um eine dritte Amtszeit bewerben.

Die einstige französische Kolonie in Westafrika mit rund 13 Millionen Einwohnern steht auf dem UN-Index der menschlichen Entwicklung, ein Wohlstandsindikator, auf 174. Stelle von 189 Ländern.

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