Nahost

Palästinenser vereinbaren Waffenstillstand mit Israel

Die im Gazastreifen regierende Hamas und die mit ihr verbündete Gruppe Islamischer Dschihad haben sich nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern auf einen Waffenstillstand mit Israel verständigt.

Die im Gazastreifen regierende Hamas und die mit ihr verbündete Gruppe Islamischer Dschihad haben sich nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern auf einen Waffenstillstand mit Israel verständigt.

Nach dem Gewaltausbruch am Gazastreifen mit zahlreichen Toten haben sich die Palästinenser auf einen Waffenstillstand mit Israel verständigt. Das Abkommen beginne am Montagmorgen, sagte ein palästinensischer Vertreter in der Nacht auf Montag.

Die unter Vermittlung Ägyptens ausgehandelte Feuerpause gelte ab Montag um 04.30 Uhr, sagten Vertreter der Palästinensergruppen und Ägyptens. Eine Fernsehstation, die der in Gaza herrschenden Hamas gehört, bestätigte die Übereinkunft zudem.

Bei dem Raketenbeschuss aus dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen wurden offiziellen Angaben zufolge vier Zivilisten in Israel getötet. Bei Angriffe des israelischen Militärs starben 19 Palästinenser.

Nach Berichten über die neue Waffenruhe mit den militanten Palästinensern im Gazastreifen hob Israels Armee am Montag alle Einschränkungen für die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet wieder auf. Man kehre zur Routine zurück, teilte das Militär mit.

Die meisten von rund 200'000 Kindern und Jugendlichen in dem betroffenen Gebiet sollten wieder zur Schule gehen, hiess es. Eine offizielle Bestätigung für die Waffenruhe gab es von israelischer Seite jedoch nicht.

Schweiz begrüsst Waffenstillstand

Die Schweiz begrüsst den von den Konfliktparteien erzielten Waffenstillstand und zeigt sich tief besorgt angesichts der Eskalation der Gewalt zwischen Israel und dem Gazastreifen, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag mitteilte.

Die Schweiz verurteile mit Entschiedenheit die hunderten von Raketenschüsse auf bewohnte Gebiete in Israel aus dem Gazastreifen. Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern lasse sich nicht mit militärischer Gewalt lösen, schreibt das EDA.

US-Präsident Donald Trump sicherte Israel im Grenzkonflikt seine Unterstützung zu. "Wieder steht Israel vor einer Flut tödlicher Raketenangriffe der Terrorgruppen Hamas und des Islamischen Dschihad", schrieb Trump auf Twitter. "Wir unterstützen Israel zu 100 Prozent bei der Verteidigung seiner Bürger."

Nur Elend

Seit Samstag haben militante Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee mehr als 650 Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte mehr als 250 Ziele in dem Küstenstreifen. Dabei wurden mehrere Häuser zerstört, darunter das Gebäude der inneren Sicherheitsbehörde der Hamas. Nach einer stundenlangen Sitzung wies das israelische Sicherheitskabinett um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee am Sonntagabend an, die Angriffe fortzusetzen.

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