Japan

Neue Details zu den Geisterschiffen: Sind es Fischer aus Nordkorea?

Mysteriöse Schiffsleichen vor der Küste Japans sorgen für Rätselraten. Allein seit Anfang Oktober habe man an Bord von 13 Geisterschiffen 21 verwesende Leichen entdeckt. Alles deutet auf nordkoreanische Fischer hin.

In japanischen und südkoreanischen Medienberichten wird darüber spekuliert, dass es sich um nordkoreanische Fischer handelt, die auf dem Meer abgetrieben wurden.

"An fast allen Schiffen gibt es Hinweise, die vermuten lassen, dass sie von der koreanischen Halbinsel stammen."

Auch japanische Medien berichten am Dienstag, dass die Toten vermutlich Nordkoreaner seien.

Eine Bestätigung dafür gebe es aber nicht, sagte der Sprecher. Man habe deswegen auch nicht das Regime in Nordkorea, mit dem Japan keine offiziellen Beziehungen unterhält, kontaktiert.

Die baufälligen Schiffe befanden sich alle auf dem japanischen Meer.

Erst diese Woche wurde der Fund einer männlichen Leiche bekannt, die sich auf einem angetriebenen Schiff vor der Insel Sado befand.

Vom Kopf der Leiche sei nur noch der Schädelknochen übrig gewesen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press.

Der Tote habe einen schwarzen Pullover und eine orangefarbene Rettungsweste getragen.

In einem Rucksack habe sich eine Arbeiterjacke befunden mit einem Abzeichen, das den verstorbenen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il zeige.

Am Schiff habe man ausserdem Zeichen entdeckt, die nach koreanischer Schrift aussähen.

Karte Japan

Aus Nordkorea gibt es immer wieder Berichte über Hungersnöte. Dass Schiffe mit Leichen vor Japan gesichtet wurden, sei an sich nichts Neues, sagte der Sprecher der Küstenwache.

Allein in den vergangenen beiden Jahren seien es mehr als 100 gewesen. Meist machen japanische Fischer die Schiffe aus und informieren die Küstenwache.

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