Die Staatsangehörigkeit der Toten und Verletzten müsse noch festgestellt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Sofia. Die Pressestelle des Spitals von Burgas teilte mit, 18 israelische Touristen seien dort eingeliefert worden. Der Flughafen von Burgas wurde gesperrt, die Flüge wurden nach Varna am Schwarzen Meer umgeleitet.

Der Bus wurde nach Informationen des staatlichen Rundfunksenders BNR und des privaten Senders bTV durch eine Explosion erschüttert. Zwei weitere Busse seien in Brand geraten, hiess es. Über dem Flughafen waren grosse schwarze Rauchwolken zu sehen.

Iran den Kampf angesagt

Die israelische Regierung bestätigte, dass israelische Staatsbürger vom Anschlag betroffen seien. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, alle Spuren führten nach Teheran. In den vergangenen Monaten habe es "iranische Versuche" gegeben, Israelis in Thailand, Indien, Georgien, Kenia, Zypern und anderswo zu treffen.

Der Regierungschef erinnerte daran, dass auf den Tag genau vor 18 Jahren ein Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Buenos Aires verübt worden sei. Das Attentat mit 85 Toten und 300 Verletzten schreibt Israel ebenfalls dem Iran zu. "Israel wird mit Nachdruck auf den iranischen Terrorismus reagieren", fügte Netanjahu hinzu.

Verteidigungsminister Ehud Barak kündigte an, dass die israelischen Sicherheitskräfte die Verantwortlichen für den Anschlag unter "Einsatz all ihrer Ressourcen" aufspüren würden.

Westen verurteilt Anschlag

Bei den Regierungen westlicher Länder rief der Anschlag allerorts ähnliche Reaktionen hervor: Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton erklärte sich "entsetzt" und "schockiert" über das Attentat. Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle sagte, die Täter müssten "gefunden und für diese schreckliche Tat zur Rechenschaft gezogen werden".

Der französische Aussenminister Laurent Fabius verurteilte den Anschlag "in aller Entschiedenheit", und auch der Sprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, verurteilte das Attentat "auf das Schärfste".